Was ist das?
Eine Gebärmutterentzündung, je nach Form als Endometritis oder als eitrige Pyometra bezeichnet, ist eine Entzündung der Gebärmutter bei der Häsin. Bei der Pyometra sammelt sich Eiter in der Gebärmutter an, die sich dadurch stark füllen kann. Ausgelöst wird die Entzündung meist durch Keime, die sich in der Gebärmutterschleimhaut vermehren. Gefährlich ist sie, weil die Entzündung und die entstehenden Giftstoffe den gesamten Körper belasten und das Tier schwer krank machen können. Für die Häsin zeigt sich das oft durch Ausfluss, Mattigkeit, Fieber und nachlassenden Appetit. Da sich der Zustand rasch verschlechtern kann, ist die Erkrankung stets ernst zu nehmen.
Typische Anzeichen
Eine Gebärmutterentzündung zeigt sich oft unspezifisch:
- Eitriger oder blutiger Ausfluss aus der Scheide
- Vermehrtes Trinken
- Mattigkeit, Fieber und Fressunlust
- Aufgetriebener Bauch
- Vermehrtes Putzen der Genitalregion
Mögliche Ursachen
Auslöser sind meist Keime in der Gebärmutter:
- Bakterielle Infektion der Gebärmutter
- Hormonelle Veränderungen bei nicht kastrierten Tieren
- Vorausgehende Gebärmuttererkrankungen
Was Sie tun können
Beobachten Sie Ihre Häsin auf Ausfluss und vermindertes Allgemeinbefinden. Eine Kastration beugt dieser Erkrankung vor, was ein Thema für die tierärztliche Beratung ist.
Gebärmutterentzündung beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ausfluss aus der Scheide zusammen mit Mattigkeit, Fieber und nachlassendem Appetit ist ein dringender Fall und sollte rasch tierärztlich untersucht werden. Auch vermehrtes Trinken oder ein aufgetriebener Bauch bei einer Häsin sind Warnzeichen, die Sie nicht abwarten sollten. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn eine starke Blutung aus der Scheide auftritt, das Kaninchen völlig die Fresslust verliert und apathisch wird oder Zeichen einer Kreislaufschwäche bis hin zum Kollaps zeigt. Dann ist das Tier akut gefährdet. In solchen Fällen sollten Sie es umgehend vorstellen, damit die Entzündung rasch behandelt und der Kreislauf stabilisiert werden kann.