Was ist das?
Die Gasblasenkrankheit entsteht, wenn das Wasser mit Gasen wie Sauerstoff oder Stickstoff übersättigt ist, etwa durch technische Defekte, starke Erwärmung oder frisch eingeleitetes Leitungswasser. Die überschüssigen Gase gehen über die Kiemen ins Blut über und bilden dort sowie im Gewebe und in den Augen kleine Bläschen, ähnlich der Taucherkrankheit beim Menschen. Diese Gasbläschen können die feinen Blutgefäße verstopfen und die Durchblutung stören. Sichtbar werden oft perlschnurartige Bläschen unter der Haut, in den Flossen, an den Kiemen oder hinter dem Auge, das dadurch hervortreten kann. Für den Fisch bedeutet dies eine ernste Belastung des Kreislaufs, die je nach Ausmaß und Dauer der Übersättigung von leichten Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Zuständen reichen kann.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- kleine Bläschen unter der Haut oder in Flossen
- Bläschen im Auge
- Schwimm- und Auftriebsprobleme
Mögliche Ursachen
Mögliche Auslöser sind:
- mit Luft übersättigtes Frischwasser
- undichte Saugseite der Pumpe
- starke Erwärmung kalten Wassers
Was Sie tun können
Lassen Sie frisches Wasser vor dem Einsatz ausgasen und prüfen Sie die Technik auf Lufteinzug. Sorgen Sie für ruhige, stabile Bedingungen.
Gasblasenkrankheit bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Zeigen sich einzelne kleine Bläschen, sollten Sie die Ursache der Gasübersättigung zügig ermitteln und beseitigen sowie den Fisch aufmerksam beobachten. Fachkundige Beratung ist ratsam, wenn die Bläschen zahlreicher werden, mehrere Tiere betroffen sind, ein Auge hervortritt oder sich das Allgemeinbefinden verschlechtert. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn ein Fisch die Schwimmkontrolle verliert und seitlich oder kopfüber treibt, angestrengt an der Oberfläche nach Luft schnappt oder reglos am Boden liegt. Dann ist unverzügliches Handeln und fachkundige Hilfe erforderlich. Warten Sie in diesen Fällen nicht ab, sondern sorgen Sie umgehend für eine Entlastung und holen Sie Rat ein, da eine fortgeschrittene Gasblasenkrankheit rasch lebensbedrohlich verlaufen und den Kreislauf dauerhaft schädigen kann.