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Fohlenlähme beim Fohlen: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Fohlenlähme ist eine bakterielle Allgemeininfektion, eine Sepsis, neugeborener Fohlen. Die Erreger gelangen häufig über den noch nicht verschlossenen Nabel, seltener über den Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege, in den Körper des Fohlens. Von dort verteilen sie sich mit dem Blut und siedeln sich unter anderem in den Gelenken an, wo sie schmerzhafte Entzündungen und die namensgebende Lahmheit verursachen. Ein wichtiger Risikofaktor ist eine unzureichende Aufnahme der schützenden Erstmilch, des Kolostrums, wodurch dem Fohlen wichtige Abwehrstoffe fehlen. Betroffene Fohlen werden matt, trinken schlecht und zeigen geschwollene Gelenke. Weil sich eine Sepsis rasch ausbreitet und lebensbedrohlich ist, zählt die Fohlenlähme zu den größten Gefahren der ersten Lebenstage.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung zeigt sich beim Fohlen:

  • geschwollene, warme Gelenke
  • Lahmheit und Bewegungsunlust
  • Fieber und Mattigkeit
  • vermindertes Saugen

Mögliche Ursachen

Verschiedene Faktoren begünstigen die Infektion:

  • Keimeintritt über den Nabel
  • ungenügende Aufnahme von Biestmilch
  • unhygienische Abfohlbedingungen
  • geschwächtes Immunsystem

Was Sie tun können

Achten Sie auf eine hygienische Geburtsumgebung und die rechtzeitige Aufnahme von Biestmilch. Beobachten Sie das Fohlen genau in den ersten Tagen.

Fohlenlähme beim Fohlen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Wenn ein neugeborenes Fohlen geschwollene, warme Gelenke, Lahmheit, Mattigkeit oder Trinkunlust zeigt, ist sofort tierärztliche Hilfe nötig, denn dahinter kann eine lebensbedrohliche Sepsis stecken. Warten Sie keinesfalls ab, da sich die Infektion bei Fohlen sehr schnell ausbreitet und jede Stunde zählt. Auch ein Fohlen, das teilnahmslos wirkt, nicht mehr am Euter saugt, fiebert oder auffällig viel liegt, gehört umgehend untersucht. Ein warmer, feuchter oder vermehrter Nabel ist ein zusätzliches Warnzeichen. Verständigen Sie den Tierarzt außerdem frühzeitig, wenn Sie nicht sicher sind, ob das Fohlen genügend Erstmilch aufgenommen hat, da fehlende Abwehrstoffe das Risiko erhöhen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten für das Fohlen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.