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Fohlenlähme beim Fohlen: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Fohlenlähme ist eine bakterielle Allgemeininfektion, eine Sepsis, neugeborener Fohlen. Die Erreger gelangen häufig über den noch nicht verschlossenen Nabel, seltener über den Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege, in den Körper des Fohlens. Von dort verteilen sie sich mit dem Blut und siedeln sich unter anderem in den Gelenken an, wo sie schmerzhafte Entzündungen und die namensgebende Lahmheit verursachen. Ein wichtiger Risikofaktor ist eine unzureichende Aufnahme der schützenden Erstmilch, des Kolostrums, wodurch dem Fohlen wichtige Abwehrstoffe fehlen. Betroffene Fohlen werden matt, trinken schlecht und zeigen geschwollene Gelenke. Weil sich eine Sepsis rasch ausbreitet und lebensbedrohlich ist, zählt die Fohlenlähme zu den größten Gefahren der ersten Lebenstage.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung zeigt sich beim Fohlen:

  • geschwollene, warme Gelenke
  • Lahmheit und Bewegungsunlust
  • Fieber und Mattigkeit
  • vermindertes Saugen

Mögliche Ursachen

Verschiedene Faktoren begünstigen die Infektion:

  • Keimeintritt über den Nabel
  • ungenügende Aufnahme von Biestmilch
  • unhygienische Abfohlbedingungen
  • geschwächtes Immunsystem

Was Sie tun können

Achten Sie auf eine hygienische Geburtsumgebung und die rechtzeitige Aufnahme von Biestmilch. Beobachten Sie das Fohlen genau in den ersten Tagen.

Fohlenlähme beim Fohlen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Zeigt ein neugeborenes Fohlen geschwollene, warme Gelenke, Lahmheit, Mattigkeit oder Trinkunlust, ist dies ein Notfall – dahinter kann eine lebensbedrohliche Sepsis stecken, die sich bei Fohlen sehr schnell ausbreitet. Kontaktieren Sie ohne Abwarten eine auf Pferde eingerichtete Notdienstpraxis oder Pferdeklinik und stellen Sie Stute und Fohlen unverzüglich dort vor; das gilt ebenso bei Teilnahmslosigkeit, fehlendem Saugen am Euter, Fieber, auffällig vielem Liegen sowie bei einem warmen, feuchten oder vermehrten Nabel. Auch wenn Sie unsicher sind, ob das Fohlen genügend Erstmilch aufgenommen hat, sollten Sie sofort tierärztlichen Rat einholen, da fehlende Abwehrstoffe das Risiko erhöhen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten für das Fohlen. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis oder Klinik vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch ohne Verzögerung los.

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