Was ist das?
Ein Flohbefall, fachlich Pulikose, ist die Besiedlung von Fell und Haut mit blutsaugenden Flöhen bei Exoten. Die Flöhe halten sich im dichten Fell auf, stechen zur Blutmahlzeit in die Haut und lösen dabei Juckreiz und Hautreizungen aus. Ihr Speichel kann zusätzlich allergische Reaktionen hervorrufen, sodass sich das Tier stark kratzt und scheuert. Durch das Kratzen entstehen kahle Stellen, Rötungen und kleine Wunden, die sich entzünden können. Ein Teil des Flohlebenszyklus spielt sich zudem in der Umgebung ab, etwa in Einstreu und Ritzen, weshalb ein Befall hartnäckig sein kann. Neben dem Juckreiz sind Flöhe auch bedeutsam, weil sie Krankheitserreger übertragen und bei starkem Befall junge oder geschwächte Tiere zusätzlich belasten können.
Typische Anzeichen
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- häufiges Kratzen
- kleine schwarze Krümel im Fell
- Unruhe
- kahle oder gerötete Stellen
- sichtbare Flöhe
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- Kontakt zu befallenen Tieren
- verunreinigte Einstreu
- Aufenthalt im Freien
- mangelnde Hygiene
Was Sie tun können
Reinigen Sie das Gehege gründlich und waschen Sie Textilien heiß. Behandeln Sie nur mit fachlich abgestimmten, geeigneten Mitteln.
Flohbefall bei Exoten (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Flohbefall ist in der Regel kein Notfall, sollte aber tierärztlich vorgestellt werden, wenn der Befall stark ist, sich die Haut entzündet oder das Tier sich blutig kratzt. Ein Termin ist auch dann sinnvoll, wenn junge, sehr kleine oder geschwächte Tiere betroffen sind, weil ein hoher Blutverlust durch viele Flöhe sie stärker belastet. Wichtig ist die fachgerechte Abklärung außerdem, weil viele frei verkäufliche oder für Hund und Katze gedachte Mittel für Exoten ungeeignet oder sogar gefährlich sein können. Beobachten Sie, ob mehrere Tiere im Bestand betroffen sind, und rechnen Sie damit, dass auch die Umgebung behandelt werden muss. Suchen Sie zeitnah Hilfe, wenn zum Juckreiz Hautveränderungen, Unruhe oder deutliche Schwäche hinzukommen.