Was bedeutet das?
Haarausfall bedeutet, dass das Tier mehr Fell verliert als beim normalen Fellwechsel üblich, teils an einzelnen Stellen, teils großflächig. Bei Frettchen kann ein symmetrischer Haarausfall am Schwanzansatz auf eine Hormonstörung der Nebennieren hinweisen, also der kleinen Drüsen oberhalb der Nieren. Daneben kommen viele weitere Ursachen infrage, von harmlosem saisonalem Fellwechsel über Parasiten wie Milben, Pilzinfektionen und Hautreizungen bis zu Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Ob und wo das Fell ausfällt, wie die Haut darunter aussieht und ob sich das Tier kratzt, gibt wichtige Hinweise auf die Richtung. Weil manche Ursachen fortschreiten, lohnt es sich, betroffene Stellen im Blick zu behalten und Veränderungen von Fell und Haut aufmerksam zu verfolgen.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie sich die kahlen Stellen und das Verhalten genauer an:
- Sind die Stellen symmetrisch, etwa an beiden Körperseiten?
- Ist die Haut darunter gerötet, schuppig oder verkrustet?
- Kratzt sich das Tier vermehrt oder bleibt es ruhig?
Haarausfall (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Haarausfall ist in vielen Fällen kein Notfall, sollte bei Anhalten aber nicht ignoriert werden. Lassen Sie einen anhaltenden oder zunehmenden Fellverlust tierärztlich abklären, besonders wenn die Haut darunter gerötet, schuppig oder verändert ist oder wenn das Tier sich vermehrt kratzt und scheuert. Auch wenn kahle Stellen größer werden oder sich symmetrisch ausbreiten, ist eine Untersuchung sinnvoll, um Parasiten, Pilz oder eine Hormonstörung einzugrenzen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn ein großflächiger, plötzlicher Fellverlust mit offener Haut auftritt oder wenn zusätzlich starke Schwäche oder Atemnot hinzukommen. Dann sollten Sie ohne Verzögerung tierärztliche Hilfe suchen. In allen anderen Fällen genügt in der Regel ein zeitnah vereinbarter Termin, um die Ursache in Ruhe zu bestimmen.