Was ist das?
Die Fischtuberkulose (Mykobakteriose) ist eine chronische bakterielle Erkrankung, die durch Mykobakterien verursacht wird und viele Zierfische betreffen kann. Sie verläuft in der Regel schleichend über längere Zeit und zeigt oft nur unspezifische Anzeichen, sodass sie schwer zu erkennen und von anderen Krankheiten abzugrenzen ist. Typisch sind eine fortschreitende Abmagerung trotz normaler Fütterung, Verformungen von Wirbelsäule oder Körper, Hautveränderungen, matte und teilnahmslose Fische sowie ein allmählicher Kräfteverlust. Weil sich die Bakterien im Inneren des Körpers ausbreiten und verschiedene Organe befallen können, bleibt die Erkrankung lange unauffällig. Für den Bestand ist bedeutsam, dass sich mit der Zeit mehrere Tiere anstecken können. Insgesamt handelt es sich um ein ernstes, langwierig und schleichend verlaufendes Krankheitsbild.
Typische Anzeichen
Auf diese Anzeichen sollten Sie achten:
- fortschreitende Abmagerung
- verkrümmter Rücken, eingefallener Bauch
- Hautgeschwüre, Apathie
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- chronische Infektion über Erreger
- schlechte Haltung und Stress
- geschwächtes Immunsystem
Was Sie tun können
Achten Sie auf gute Hygiene und vermeiden Sie direkten Hautkontakt mit dem Wasser bei Wunden, da manche Erreger auf Menschen übergehen können. Isolieren Sie verdächtige Tiere.
Fischtuberkulose bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei der Fischtuberkulose ist fachkundige Beratung wichtig, wenn ein oder mehrere Fische über längere Zeit trotz normaler Fütterung abmagern, sich Verformungen des Körpers zeigen oder mehrere Tiere schleichend erkranken, da die Erkrankung chronisch verläuft und schwer zu erkennen ist. Beobachten Sie den Bestand genau und prüfen Sie die Haltungsbedingungen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn ein Fisch seitlich am Boden liegt oder gar nicht mehr schwimmt oder wenn mehrere Tiere das Futter vollständig verweigern. In diesen Fällen ist zügiges Handeln geboten. Beachten Sie zudem, dass beim Umgang mit erkrankten Fischen und dem Beckenwasser besondere Vorsicht geboten ist. Holen Sie zeitnah fischmedizinischen Rat ein, um die Ursache einschätzen und das weitere Vorgehen abstimmen zu lassen.