VetGuru

Chronische Hufrehe beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Die chronische Hufrehe beim Pferd ist ein bleibender Dauerzustand, der nach einer durchgemachten akuten Hufrehe zurückbleibt. Bei der ursprünglichen Entzündung hat sich die Verbindung zwischen Hufbein und Hufwand gelockert, sodass das Hufbein seine Lage im Huf verändert und verlagert bleibt. Diese dauerhafte Fehlstellung führt zu typischen Hufverformungen wie eingezogenen Ringen an der Hufwand, einer veränderten Zehenachse und einer breiteren weißen Linie. Weil die inneren Strukturen dauerhaft belastet und gereizt sind, kommt es immer wieder zu Lahmheit und Schmerzen. Die chronische Hufrehe ist nicht heilbar, lässt sich aber durch angepasste Hufbearbeitung und Haltung oft stabilisieren. Ihre Bedeutung liegt darin, dass sie die Nutzbarkeit und das Wohlbefinden des Pferdes langfristig einschränkt.

Typische Anzeichen

Die chronische Rehe zeigt sich am Huf:

  • breite, ringförmige Hufringe
  • verformter Huf mit untergeschobenen Trachten
  • wiederkehrende Lahmheit
  • empfindlicher Gang auf hartem Boden

Mögliche Ursachen

Die chronische Form folgt einer akuten Rehe:

  • bleibende Hufbeinverlagerung
  • ungenügend behandelte akute Rehe
  • fortbestehende Stoffwechselprobleme
  • wiederkehrende Schübe

Was Sie tun können

Sorgen Sie für angepasste, regelmäßige Hufbearbeitung und zuckerarme Fütterung. Eine konsequente Behandlung der Grunderkrankung ist wichtig.

Chronische Hufrehe beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Da die chronische Hufrehe als dringend einzustufen ist, sollten Sie bei verformten Hufen mit wiederkehrender Lahmheit frühzeitig Tierarzt und Hufschmied gemeinsam einbinden. Eine regelmäßige fachgerechte Hufbearbeitung ist entscheidend, um die Stellung des Hufbeins zu stützen und erneute Schübe möglichst zu vermeiden. Suchen Sie tierärztlichen Rat, sobald die Lahmheit zunimmt, das Pferd vermehrt schont, wärmere Hufe zeigt oder erneut fühlbar pulsierende Gefäße am Fesselkopf auftreten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Pferd plötzlich stark lahmt, kaum noch laufen mag oder festliegt und nicht mehr aufstehen will. Auch die vollständige Verweigerung jeder Belastung der Hufe ist ein Alarmzeichen. In diesen Fällen sollten Sie umgehend den Tierarzt rufen, da ein akuter Schub das Hufbein weiter schädigen kann.

Wann wird es zum Notfall?
  • Plötzliche starke Lahmheit oder Festliegen
  • Verweigerung jeder Belastung der Hufe
Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.