Was ist das?
Eine Brustbein- und Brustmuskelverletzung entsteht bei Vögeln meist durch einen heftigen Aufprall und betrifft das Brustbein sowie die kräftige Flugmuskulatur. Bei Stürzen, Anflügen gegen Scheiben oder Panikflügen im Raum trifft der Vogel oft mit der Brust voran auf, wodurch das Brustbein geprellt oder gebrochen und die darüberliegende Muskulatur gequetscht werden kann. Weil das Brustbein zugleich als Ansatz der Flugmuskeln und als Schutz für innere Organe dient, verursachen solche Verletzungen Schmerzen und können die Atmung beeinträchtigen. Betroffene Vögel wirken danach oft berührungsempfindlich, sitzen still und atmen angestrengt. Da hinter einem Brustaufprall auch innere Verletzungen stecken können, sollten die Folgen eines Aufpralls aufmerksam beobachtet werden.
Typische Anzeichen
Erkrankte Vögel fallen häufig durch folgende Anzeichen auf:
- Schmerz beim Bewegen der Flügel
- Hängende Flügelhaltung
- Atembeschwerden
- Mattigkeit
Mögliche Ursachen
Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
- Anflug gegen Hindernisse
- Stürze
- Quetschungen
Was Sie tun können
Halten Sie den Vogel ruhig in einer kleinen, gepolsterten Box. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.
Brustbein- und Brustmuskelverletzung bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Zeigt der Vogel nach einem Aufprall Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit an der Brust oder erschwerte Atmung, sollten Sie zügig einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Ein Termin ist auch dann ratsam, wenn der Vogel danach still und gesträubt sitzt, einen Flügel hängen lässt oder nicht mehr auffliegen mag. Zu einem sofortigen Notfall wird die Verletzung, wenn nach dem Aufprall eine zunehmende Atemnot auftritt, der Vogel apathisch am Käfigboden sitzt oder eine offene Wunde beziehungsweise sichtbare Blutung an der Brust besteht. Diese Anzeichen können auf innere Verletzungen oder starke Schmerzen hindeuten und erfordern unverzüglich tierärztliche Hilfe, notfalls über einen Notdienst. Halten Sie den Vogel bis dahin ruhig und warm.