Was bedeutet das?
Weiße Flecken an den Kiemen sind kleine weiße Punkte oder Flecken im Kiemenbereich, die auf einen Befall mit den Erregern der Weißpünktchenkrankheit hindeuten können. Im Unterschied zu Punkten auf Haut und Flossen sind sie an den Kiemen von außen schwer zu erkennen, weil sie unter den Kiemendeckeln liegen. Gerade dieser versteckte Sitz ist tückisch, denn ein Befall der Kiemen behindert die Sauerstoffaufnahme und führt oft rasch zu Atemnot. Die Erreger vermehren sich schnell und können sich über das gesamte Becken ausbreiten. Anders als ein leichter Punktebefall auf der Haut ist ein Kiemenbefall besonders belastend, weil er die lebenswichtige Atmung angreift. Deshalb ist eine genaue Beobachtung wichtig: Atmet der Fisch beschleunigt, sind mehrere Tiere betroffen und zeigen sich Punkte auch auf Haut und Flossen? Solche Angaben helfen bei der Einordnung.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Begleitzeichen:
- starke Atemnot, Schnappen
- weiße Punkte auch auf der Haut
- Scheuern, Mattigkeit
Weiße Flecken an den Kiemen bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Weiße Flecken an den Kiemen sind ein Notfall, weil ein Kiemenbefall rasch zu schwerer Atemnot führen kann. Zeigt der Fisch angestrengte Atmung, schnappt er an der Wasseroberfläche oder sammelt er sich am Einlauf, kommen zusätzlich weiße Punkte auf Haut und Flossen hinzu oder sind mehrere Tiere im Becken betroffen, wenden Sie sich umgehend an eine für Zierfische beziehungsweise Fische geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik. Stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor, da die Kiemen für die Atmung unverzichtbar sind und sich Erreger im Becken schnell ausbreiten können. Beobachtungen zu Atmung, Allgemeinzustand der übrigen Tiere und zum zeitlichen Verlauf nehmen Sie bitte mit, damit das weitere Vorgehen zügig und gezielt festgelegt werden kann. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.