Was bedeutet das?
Wenn ein Nagetier die Fellpflege einstellt und struppig oder verklebt wirkt, ist das ein deutliches Warnsignal. Gesunde Tiere putzen sich regelmäßig; unterbleibt das, fühlt sich das Tier meist krank, schwach oder hat Schmerzen und hat schlicht nicht mehr die Kraft oder den Antrieb dazu. Auch Zahnprobleme, die das Greifen mit dem Maul erschweren, sowie schmerzhafte Erkrankungen der Gelenke kommen als Ursache infrage. Übergewichtige oder steife Tiere erreichen zudem manche Körperstellen körperlich nicht mehr, sodass dort das Fell verfilzt und die Haut leidet. Begleitend fallen oft ein verschmutztes Hinterteil, Gewichtsverlust oder Teilnahmslosigkeit auf. Deshalb ist es wichtig, den Zustand des Fells, das übrige Verhalten und die Fresslust aufmerksam zu beobachten und Veränderungen ernst zu nehmen.
Worauf Sie achten sollten
Beurteilen Sie Fell und Verhalten:
- Struppiges, verklebtes oder schmutziges Fell
- Verschmutzte Aftergegend
- Nachlassende Putzbewegungen
- Begleitende Müdigkeit oder Fressunlust
Vernachlässigte Fellpflege bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine plötzlich eingestellte Fellpflege sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, denn sie ist bei Nagetieren häufig ein frühes Zeichen für Schmerzen, Schwäche oder eine ernstere Erkrankung. Warten Sie nicht ab, ob sich das Tier von selbst wieder putzt, vor allem wenn zugleich das Fressen nachlässt oder es sich zurückzieht. Achten Sie auf begleitende Auffälligkeiten wie ein verklebtes Hinterteil, Zahnprobleme, Übergewicht oder eine geduckte Haltung. Zum dringlichen Fall wird es, wenn ein völlig vernachlässigtes Fell mit Apathie zusammentrifft, das Tier also zusätzlich teilnahmslos wirkt, denn dann ist der Allgemeinzustand deutlich beeinträchtigt. Halten Sie bis zum Termin das Gehege und das Hinterteil des Tieres sauber, um Hautreizungen vorzubeugen, und bringen Sie das Tier zur Ursachensuche in eine Praxis oder Klinik.