Was bedeutet das?
Verminderte oder fehlende Darmgeräusche bedeuten, dass die normalerweise ständig hörbaren Geräusche der Darmbewegung leiser werden oder ganz ausbleiben. Ein gesunder Pferdedarm arbeitet fast ununterbrochen, sodass beim Abhören der Flanken ein regelmäßiges Gluckern und Rumoren zu hören ist. Wird dieses stiller oder verstummt es, ist die Darmbewegung gestört, was ein ernstes Kolik-Warnzeichen darstellt. Dahinter können eine Verstopfung, eine Darmlähmung oder eine schwere Kolik mit drohendem Darmverschluss stehen. Eine stille Bauchhöhle ist immer alarmierend, da der Darm dann nicht mehr richtig transportiert. Weil sich solche Zustände rasch verschlechtern, ist schnelles Erkennen entscheidend: Achten Sie darauf, ob gleichzeitig der Kotabsatz ausbleibt und ob Kolikanzeichen wie Unruhe, Scharren, Schwitzen, Blick zur Flanke oder Wälzen hinzukommen. Diese Begleitzeichen unterstreichen die Dringlichkeit.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Geräusche und Begleitzeichen:
- fehlende Glucker- und Pluddergeräusche
- Kolikanzeichen
- verminderter Kotabsatz
- Unruhe oder Apathie
Verminderte Darmgeräusche beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Fehlende oder stark verminderte Darmgeräusche sind ein ernstes Warnzeichen und ein sofortiger Notfall, wenn Kolikanzeichen hinzukommen. Rufen Sie unverzüglich den Tierarzt, wenn die Darmgeräusche fehlen und gleichzeitig Kolikanzeichen wie Unruhe, Scharren, Schwitzen oder Wälzen auftreten oder wenn eine stille Bauchhöhle mit ausbleibendem Kotabsatz einhergeht – beides kann auf einen Darmverschluss hinweisen, der rasch behandelt werden muss. Geben Sie bis zum Eintreffen der Tierärztin kein Futter mehr und halten Sie ein unruhiges Pferd ruhig und sicher. Auch ohne eindeutige Kolikzeichen sollten Sie eine auffällig stille Bauchhöhle nicht auf die leichte Schulter nehmen und tierärztlichen Rat einholen. Beobachten Sie Kotabsatz, Puls, Atmung und Allgemeinbefinden und schildern Sie diese Beobachtungen am Telefon, damit die Behandlung schnell eingeleitet werden kann.