Was bedeutet das?
Eine Dampfrinne ist eine sichtbare Muskellinie entlang des unteren Bauches, die entsteht, wenn das Pferd über längere Zeit verstärkt mit der Bauchmuskulatur ausatmet. Sie ist ein Anzeichen und keine eigene Krankheit, aber ein deutliches Zeichen einer chronischen Atemwegserkrankung wie equinem Asthma, früher als Dämpfigkeit bezeichnet. Weil das Pferd Luft nur unter Anstrengung wieder herausbekommt, arbeitet die Bauchmuskulatur dauerhaft mit, was mit der Zeit die Rinne formt. Auslöser sind oft Staub, Schimmelsporen in Heu und Einstreu oder Allergene, die die Atemwege reizen und verengen. Weil sich eine solche Erkrankung ohne Behandlung verschlechtert, ist die Dampfrinne ein wichtiges Signal. Achten Sie zusätzlich auf Husten, Nasenausfluss, angestrengte Atmung und darauf, wie schnell das Pferd bei Arbeit ermüdet.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Atmung und Begleitzeichen:
- ausgeprägte Bauchatmung
- sichtbare Muskellinie am Bauch
- Husten
- Atemnot bei Belastung
Dampfrinne beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei sichtbarer Dampfrinne mit erschwerter Atmung sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, um die Atemwegserkrankung einzuordnen und die Haltung anzupassen. Treten zusätzlich Husten, Nasenausfluss, eine erhöhte Atemfrequenz in Ruhe oder eine nachlassende Leistung auf, ist eine gründliche Untersuchung sinnvoll. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn eine ausgeprägte Dampfrinne mit deutlicher Atemnot einhergeht, das Pferd also schon in Ruhe angestrengt mit geblähten Nüstern atmet, die Flanken heftig pumpen oder es zu ersticken droht. Dann rufen Sie umgehend den Tierarzt. Sorgen Sie bis dahin für frische, staubarme Luft, bringen Sie das Pferd an einen gut belüfteten Ort, vermeiden Sie staubiges Heu und jede Belastung und halten Sie das Pferd möglichst ruhig, bis Hilfe eintrifft.