Was bedeutet das?
Unterzuckerung bedeutet, dass der Blutzucker unter das normale Maß abfällt, sodass dem Körper und besonders dem Gehirn rasch Energie fehlt. Da Zucker der wichtigste Brennstoff der Nervenzellen ist, äußert sich ein Abfall oft durch Schwäche, Zittern, Benommenheit, unsicheren Gang oder Orientierungslosigkeit. Betroffen sind besonders sehr kleine oder junge Hunde, deren Reserven begrenzt sind, außerdem stark geschwächte Tiere sowie Hunde mit bestimmten Stoffwechselerkrankungen. Auch längere Nahrungspausen oder starke Belastung können einen Abfall begünstigen. Weil ein ausgeprägter Zuckerabfall innerhalb kurzer Zeit zu Krampfanfällen und Bewusstlosigkeit führen kann, handelt es sich um eine Situation, die sofortige Aufmerksamkeit verlangt und rasch erkannt werden sollte, damit gegengesteuert werden kann.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf den Allgemeinzustand und folgende Warnzeichen:
- Plötzliche Schwäche, Schläfrigkeit oder Teilnahmslosigkeit
- Zittern, Muskelzucken oder unsicherer Gang
- Orientierungslosigkeit oder verändertes Verhalten
- Krampfanfälle oder Bewusstseinstrübung
- Zusammenhang mit langer Nüchternheit oder Vorerkrankung
Unterzuckerung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anzeichen einer Unterzuckerung wie plötzliche Schwäche, Zittern, Benommenheit oder ein unsicherer Gang erfordern umgehend tierärztliche Hilfe, denn der Zustand kann sich innerhalb von Minuten verschlechtern. Eine Unterzuckerung ist ein sofortiger Notfall, besonders wenn Krampfanfälle, eine Bewusstseinstrübung oder ein Zusammenbruch auftreten. Kontaktieren Sie in diesem Fall ohne Verzögerung eine für Hunde geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihren Hund dort unverzüglich vor. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los, ohne weitere Zeit zu verlieren.