Was bedeutet das?
Eine trockene Nase bedeutet, dass die sonst feuchte, kühle Nasenoberfläche zeitweise trocken, warm oder leicht schuppig erscheint. Entgegen einer verbreiteten Annahme ist die Nase kein zuverlässiges Fieberthermometer, denn ihre Feuchtigkeit schwankt natürlicherweise im Tagesverlauf, etwa nach dem Schlafen, bei Wärme, Zugluft oder körperlicher Anstrengung. Meist ist eine vorübergehend trockene Nase bei einem munteren, fressfreudigen Hund völlig unbedenklich und normalisiert sich von selbst. Nur wenn die Trockenheit dauerhaft besteht, die Haut rissig, krustig oder wund wird oder sich die Farbe verändert, kann sie auf Flüssigkeitsmangel oder eine Erkrankung der Haut hinweisen. Entscheidend ist daher stets das Gesamtbild und nicht die Nase allein.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Nase im Tagesverlauf und achten Sie auf folgende Punkte:
- Ob die Trockenheit dauerhaft oder nur zeitweise besteht
- Risse, Krusten oder Verfärbungen der Nasenhaut
- Begleitender Nasenausfluss oder Niesen
- Allgemeinbefinden wie Aktivität, Appetit und Trinkverhalten
- Anzeichen von Wärme oder Mattigkeit
Trockene Nase beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie die Nase tierärztlich beurteilen, wenn die Trockenheit dauerhaft bestehen bleibt, die Nasenhaut rissig, krustig oder wund wird oder sich Verfärbungen zeigen. Auch wenn weitere Krankheitszeichen wie Fressunlust, Mattigkeit, Niesen oder Nasenausfluss hinzukommen, sollten Sie die Ursache abklären lassen, da dann nicht die Nase allein im Vordergrund steht. Eine nur zeitweise trockene, warme Nase bei einem ansonsten muntern, gut fressenden und aktiven Hund ist dagegen meist unbedenklich und kein Grund zur Sorge. Zum dringlicheren Fall wird es, wenn die trockene, rissige Nase mit Mattigkeit und Fieberzeichen einhergeht oder die Nasenhaut deutlich krustig und wund ist. Dann sollten Sie zeitnah eine tierärztliche Praxis aufsuchen.