Was bedeutet das?
Schnarchen und auffällige Atemgeräusche entstehen, wenn die Atemluft durch verengte oder veränderte Atemwege strömt und dabei das Gewebe zum Vibrieren bringt oder pfeifende Töne erzeugt. Bei manchen Hunden, besonders bei kurznasigen Rassen wie Mops oder Bulldogge, sind leichte Geräusche bauartbedingt und meist harmlos. Auch entspanntes Schnarchen im Tiefschlaf ist in der Regel unbedenklich. Nehmen die Geräusche jedoch zu, treten neu oder auch im Wachzustand auf oder gehen sie mit erschwerter Atmung, Leistungsschwäche oder Unruhe einher, kann eine Verengung der Atemwege dahinterstecken. Ursachen reichen von Schwellungen und Fremdkörpern bis zu Veränderungen im Rachen oder Kehlkopf. Der mögliche Übergang zu echter Atemnot sollte deshalb aufmerksam beobachtet werden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie, wann und wie stark die Geräusche auftreten.
- Geräusche im Schlaf, in Ruhe oder unter Belastung
- neu aufgetretene oder zunehmende Geräusche
- Zusammenhang mit Hitze oder Aufregung
- Anzeichen erschwerter Atmung
- Rasse und Kopfform
Schnarchen und Atemgeräusche beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn die Atemgeräusche neu auftreten, deutlich zunehmen, auch in Ruhe oder im Wachzustand bestehen oder mit Leistungsschwäche, vermehrtem Hecheln und Unruhe einhergehen. Gerade bei kurznasigen Hunden ist eine Untersuchung sinnvoll, wenn sich die Atmung merklich verschlechtert oder Ihr Hund Hitze und Belastung schlechter verträgt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Atemgeräusche mit deutlicher Atemnot einhergehen, sich die Schleimhäute bläulich verfärben oder Ihr Hund nach Anstrengung oder Aufregung zusammenbricht. Dann zählt jede Minute. Leichte, seit jeher bestehende Geräusche ohne Begleitsymptome sind dagegen meist unbedenklich; hier genügt es, auf Veränderungen zu achten und den Hund vor Überhitzung und Überanstrengung zu schützen.