Was bedeutet das?
Schleimiger Kot, der von einer glasigen Schicht überzogen oder mit Schleimfäden durchsetzt ist, weist auf eine Reizung oder Entzündung der Darmschleimhaut hin. Als Schutzreaktion bildet der gereizte Darm vermehrt Schleim, der dann mit dem Kot abgeht. Häufige Auslöser sind Infektionen durch Bakterien oder Parasiten, plötzliche Futterumstellungen, verdorbenes oder ungeeignetes Futter sowie Unverträglichkeiten. Auch eine gestörte Darmflora nach Fehlernährung kommt infrage. Oft verändert sich zugleich die Kotmenge, der Kot wird weicher oder ist mit Blut vermengt, und das Tier frisst weniger. Weil anhaltende Darmentzündungen bei kleinen Nagern rasch zu Flüssigkeitsverlust und Schwäche führen, ist es wichtig, Beschaffenheit und Menge des Kots, die Fresslust und den Allgemeinzustand aufmerksam zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Untersuchen Sie den Kot:
- Glänzender Schleimüberzug
- Beimengung von Blut
- Veränderte Konsistenz oder Geruch
- Begleitende Fressunlust
Schleimiger Kot bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Schleimiger oder blutiger Kot sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da eine Darmentzündung bei Nagetieren rasch zu Flüssigkeitsverlust und Auszehrung führen kann. Warten Sie nicht mehrere Tage ab, vor allem wenn der Kot zusätzlich weich oder blutig ist, das Tier weniger frisst oder sich zurückzieht. Beobachten Sie, ob ein aufgeblähter Bauch, eine geduckte Haltung oder Teilnahmslosigkeit hinzukommen, die auf Schmerzen und eine Verschlechterung hindeuten. Zum dringlichen Fall wird es, wenn schleimiger Kot mit Blut und Schwäche zusammentrifft, denn dann ist der Darm deutlich betroffen und der Kreislauf belastet. Bieten Sie bis zum Termin gewohntes, faserreiches Grünfutter und frisches Wasser an, verzichten Sie auf abrupte Futterwechsel und eigene Mittel und bringen Sie das Tier zügig in eine Praxis oder Klinik.