Was bedeutet das?
Eine pfeifende oder rasselnde Atmung bedeutet, dass die Atemwege verengt sind und die Luft nicht mehr frei strömen kann, sondern hörbare Geräusche erzeugt. Ursache ist meist eine Verengung durch Schleim, Schwellung oder Entzündung in den Atemwegen oder der Lunge. Bei Nagetieren stecken häufig Infektionen der Atemwege dahinter, die sich rasch verschlimmern können. Auch Fremdkörper, Zugluft oder eine belastete Stallluft können die empfindlichen Atemwege reizen. Weil diese Tiere sehr kleine Atemwege haben, kann schon eine geringe Verengung die Atmung deutlich erschweren. Hörbare Atemgeräusche sind daher immer ein ernstes Warnzeichen. Ihre Beobachtung, ob das Tier zusätzlich schwer atmet, den Kopf streckt oder die Flanken stark arbeiten, ist für die Einschätzung entscheidend.
Worauf Sie achten sollten
Hören Sie auf die Atmung in Ruhe:
- Pfeifende, rasselnde oder klickende Geräusche
- Schnelle, angestrengte Atmung
- Nasenausfluss und Niesen
- Bläuliche Schleimhäute
Pfeifende Atmung bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine pfeifende Atmung ist bereits für sich ein deutliches Warnzeichen und sollte tierärztlich abgeklärt werden, da Atemwegserkrankungen bei Nagetieren rasch fortschreiten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn zum lauten Pfeifen sichtbare Atemnot hinzukommt – wenn das Tier also mit gestrecktem Hals atmet, die Flanken stark pumpen, es mit offenem Maul Luft holt oder sich die Schleimhäute bläulich verfärben. In diesem Fall zählt jede Minute: Kontaktieren Sie umgehend eine für Nagetiere geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch weitere Anrufversuche nicht aufhalten.