Was bedeutet das?
Kot, der wie an einer Perlenschnur aufgereiht ist, bedeutet, dass einzelne Köttel durch feine Haare miteinander verbunden sind und in einer Kette zusammenhängen. Das zeigt, dass das Kaninchen sehr viel Fell verschluckt hat, meist während des Fellwechsels oder durch ausgiebiges Putzen. Bedeutsam ist das, weil größere Mengen Haar im Verdauungstrakt die Passage verlangsamen und den Darminhalt eindicken können. Kaninchen können Haare nicht wie Katzen erbrechen, sodass sich das Fell im Magen sammelt. Auf diese Weise kann perlenschnurartiger Kot ein frühes Vorzeichen einer beginnenden Magen-Darm-Stase sein. Deshalb ist es wichtig, den Kot zu beobachten, das Fressverhalten im Blick zu behalten und das Tier im Fellwechsel regelmäßig zu bürsten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf den Kot und die Fellsituation:
- Sind die Köttel durch Haarfäden verbunden
- Befindet sich das Tier im Fellwechsel
- Hat die Kotmenge insgesamt abgenommen
- Frisst das Tier noch normal
- Putzt es sich übermäßig
Kot wie an einer Perlenschnur beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Perlenschnurartiger Kot allein bei sonst munterem, fressfreudigem Tier ist zunächst ein Hinweis, das Kaninchen im Fellwechsel gut zu bürsten und für viel Heu und Wasser zu sorgen. Tierärztlich abklären lassen sollten Sie ihn, wenn zugleich der Appetit nachlässt oder die Kötteln kleiner werden, da sich dann eine Magen-Darm-Stase entwickeln kann. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Kaninchen das Fressen ganz einstellt oder wenn der Kotabsatz vollständig aussetzt, denn ein Stillstand der Verdauung ist bei Kaninchen lebensbedrohlich und muss rasch behandelt werden. Warten Sie in diesem Fall nicht ab, sondern suchen Sie umgehend tierärztliche Hilfe. Beobachten Sie generell Menge und Größe des Kots, um Veränderungen frühzeitig zu bemerken.