Was bedeutet das?
Eine Kopfschiefhaltung, fachlich Torticollis, bedeutet, dass Ihr Tier den Kopf dauerhaft zur Seite geneigt hält, oft deutlich verdreht. Ursache ist meist eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder des zuständigen Nervensystems. Häufige Auslöser bei Nagetieren sind Mittel- und Innenohrentzündungen sowie bestimmte Erregerinfektionen, die das Nervensystem betreffen. Betroffene Tiere wirken unsicher, können im Kreis laufen, torkeln oder zur Seite kippen. Weil das Gleichgewicht gestört ist, fällt vielen das Fressen und Trinken schwer. Der Zustand tritt oft recht plötzlich auf und ist für das Tier belastend. Achten Sie darauf, zu welcher Seite der Kopf geneigt ist, ob Ihr Tier rollt oder stürzt und ob es noch frisst und trinkt.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Bewegungen:
- Anhaltende Neigung des Kopfes
- Im Kreis laufen oder Umkippen
- Zuckende Augenbewegungen
- Unsicheres, taumelndes Gehen
Kopfschiefhaltung bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine plötzliche oder zunehmende Kopfschiefhaltung sollte rasch tierärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine Ohr- oder Nervenerkrankung hinweist, die möglichst früh behandelt werden sollte. Ein Termin ist besonders wichtig, wenn Ihr Tier zusätzlich unsicher läuft, im Kreis geht oder schlechter frisst und trinkt. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser sind meist die Aussichten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Tier sich um die eigene Achse rollt, wiederholt stürzt oder sich nicht mehr aufrecht halten kann, da es dann stark beeinträchtigt ist und sich verletzen kann. Suchen Sie in diesem Fall umgehend eine Praxis oder Klinik auf. Polstern Sie das Gehege bis dahin weich aus und sorgen Sie für Ruhe, um Verletzungen zu vermeiden.