Was bedeutet das?
Kalte Pfoten bedeuten, dass sich die Gliedmaßen deutlich kühler anfühlen als der übrige Körper. Häufig ist dies harmlos und durch eine kalte Umgebung, nasses Wetter oder Ruhephasen erklärbar, da die Durchblutung der äußeren Körperteile schwankt und sich rasch wieder anpasst. Erwärmen sich die Pfoten in einem warmen Raum wieder, besteht meist kein Grund zur Sorge. Bleiben die Pfoten jedoch trotz Wärme anhaltend kalt, sind zusätzlich die Schleimhäute blass oder wirkt der Hund geschwächt, kann eine Kreislauf- oder Durchblutungsstörung dahinterstehen. In seltenen Fällen deutet ein plötzlich kaltes, schmerzhaftes Hinterbein auf eine gestörte Durchblutung hin. Deshalb sollte immer das Gesamtbild aus Pfotentemperatur, Schleimhäuten und Allgemeinbefinden beachtet werden.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie die Pfoten miteinander und mit dem übrigen Körper und achten Sie auf folgende Hinweise:
- Ob alle oder nur einzelne Pfoten kalt sind
- Farbe der Schleimhäute und der Pfotenballen
- Begleitende Schwäche, Zittern oder Teilnahmslosigkeit
- Schmerzäußerungen oder Lahmheit an den betroffenen Beinen
- Ob die Kälte trotz warmer Umgebung anhält
Kalte Pfoten beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie Ihren Hund tierärztlich untersuchen, wenn die Pfoten trotz warmer Umgebung über längere Zeit kalt bleiben oder wenn zusätzlich Schwäche, Teilnahmslosigkeit, blasse Schleimhäute oder eine beschleunigte Atmung hinzukommen. Beobachten Sie, ob nur einzelne Gliedmaßen oder alle Pfoten betroffen sind und ob sich die Wärme nach einiger Zeit wieder einstellt. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn kalte Pfoten mit blassen Schleimhäuten und deutlicher Schwäche einhergehen, da dies auf ein Kreislaufproblem hinweisen kann, oder wenn ein oder beide Hinterbeine plötzlich kalt, schmerzhaft und schlecht beweglich sind. In diesen Fällen sollten Sie umgehend eine tierärztliche Praxis oder einen Notdienst aufsuchen und Ihren Hund ruhig und warm halten.