Was bedeutet das?
Häutungsreste sind alte Hautfetzen, die sich bei der Häutung nicht vollständig ablösen und am Körper haften bleiben. Reptilien erneuern ihre oberste Hautschicht regelmäßig, weil die Haut nicht mitwächst; Schlangen häuten sich meist in einem Stück, Echsen in Fetzen. Gelingt das nicht vollständig, bleiben Reste haften. Die häufigste Ursache ist eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit, daneben spielen Austrocknung, Parasiten oder ein schlechter Allgemeinzustand eine Rolle. Festsitzende Reste sind besonders gefährlich, wenn sie wie ein Ring Zehen oder die Schwanzspitze einschnüren und die Blutzufuhr abklemmen, oder wenn bei Schlangen die Brille über dem Auge haften bleibt. Deshalb sollten Sie nach jeder Häutung kontrollieren, ob wirklich alle Hautreste abgegangen sind.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- ob Reste Zehen oder Schwanzspitze einschnüren
- ob die Brille über dem Auge bei Schlangen haftet
- die Luftfeuchtigkeit im Terrarium
- ob ein Bad oder eine feuchte Höhle angeboten wird
- ob sich Häutungsprobleme wiederholen
Häutungsreste bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Einzelne kleine Häutungsreste sind oft harmlos und lösen sich mit etwas erhöhter Luftfeuchtigkeit oder einem lauwarmen Bad von selbst. Kontrollieren Sie nach jeder Häutung besonders Zehen, Schwanzspitze und bei Schlangen die Augen. Schnüren Hautreste Gliedmaßen ein oder bleibt die Brille über dem Auge haften, ist tierärztliche Hilfe nötig, bevor Gewebe abstirbt oder das Auge Schaden nimmt. Lösen Sie festsitzende Reste nicht gewaltsam ab. Ein sofortiger Notfall sind einschnürende Hautreste an Zehen oder Schwanz, die die Blutzufuhr abklemmen, sowie großflächige, festsitzende Hautschichten, unter denen sich Feuchtigkeit und Keime sammeln. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern die Reste rasch tierärztlich entfernen lassen und zugleich die Haltungsbedingungen überprüfen.