Was bedeutet das?
Eine gelbliche Verfärbung von Haut, Ohren oder Schleimhäuten – auch Gelbsucht oder Ikterus genannt – bedeutet, dass sich Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Körper anstaut. Dieser Farbstoff fällt normalerweise beim Abbau alter roter Blutkörperchen an und wird über die Leber ausgeschieden. Staut er sich, weist das auf eine Störung der Leber, der Gallenwege oder auf einen verstärkten Zerfall roter Blutkörperchen hin. Die Bandbreite reicht von einer behandelbaren Erkrankung bis zu ernsten inneren Leiden. Bei Nagetieren ist die Verfärbung an unbehaarten Stellen wie Ohren, Pfoten oder am Zahnfleisch am ehesten zu erkennen. Weil eine Gelbfärbung fast immer auf ein tiefer liegendes Problem hindeutet, ist Ihre aufmerksame Beobachtung wichtig, um früh zu reagieren.
Worauf Sie achten sollten
Betrachten Sie helle Hautstellen:
- Gelbliche Ohren, Pfoten oder Schleimhäute
- Begleitende Schwäche und Fressunlust
- Dunkler Urin
- Veränderte Kotfarbe
Gelbliche Haut bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine erkennbare Gelbfärbung sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da sie in aller Regel auf eine ernst zu nehmende Erkrankung hinweist und selten von allein verschwindet. Suchen Sie die Praxis innerhalb kurzer Zeit auf, vor allem wenn das Tier zusätzlich weniger frisst, weniger aktiv ist oder sich Kot oder Urin verfärben. Warten Sie nicht ab, ob sich die Verfärbung von selbst zurückbildet. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Gelbfärbung deutlich ausgeprägt ist und das Tier zugleich apathisch wirkt, teilnahmslos in der Ecke sitzt oder nicht mehr reagiert – dann ist unverzügliche Hilfe nötig. Halten Sie Ihr Tier bis zum Termin warm und ruhig und bieten Sie das gewohnte Futter an, um seine Kräfte zu erhalten.