Was bedeutet das?
Wenn beim Fressen wiederholt unzerkautes Futter aus dem Maul fällt, kann Ihr Tier die Nahrung nicht mehr richtig zermahlen. Bei Nagetieren steckt dahinter fast immer ein Zahnproblem: Die ständig nachwachsenden Backenzähne werden überlang, stehen schief oder bilden scharfe Haken, sodass das Kauen nicht mehr richtig funktioniert. Das Tier hat oft weiterhin Appetit und nimmt Futter auf, gibt es dann aber wieder aus dem Maul ab, weil das Zerkleinern schmerzhaft oder unmöglich ist. Unbehandelt kann das Tier trotz vorhandenen Futters nicht genug aufnehmen und verliert an Gewicht. Da eine ausreichende Futteraufnahme für diese Tiere lebenswichtig ist, ist genaue Beobachtung wichtig. Achten Sie darauf, ob das Kinn nass ist, ob das Tier speichelt und ob es langsamer oder weniger frisst.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Fressen:
- Herausfallende, halb zerkaute Brocken
- Bevorzugung weicher Nahrung
- Speicheln und nasses Kinn
- Gewichtsverlust trotz Fressversuchen
Futter fällt aus dem Maul bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Fällt wiederholt Futter aus dem Maul, weist das auf ein Zahnproblem hin und sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da überlange oder schiefe Zähne ohne Behandlung weiter wachsen. Warten Sie nicht mehrere Tage ab, vor allem wenn Ihr Tier zugleich an Gewicht verliert, speichelt oder ein nasses Kinn hat. Ein dringenderer Fall liegt vor, wenn das Tier gar nicht mehr fressen kann – dann besteht die Gefahr eines gefährlichen Verdauungsstillstands und es sollte umgehend vorgestellt werden. Bieten Sie bis zum Termin weiches, leicht aufnehmbares Futter an, damit Ihr Tier nicht ganz aufhört zu fressen. Wiegen Sie es regelmäßig, um einen Gewichtsverlust früh zu erkennen. Je eher die Zähne korrigiert werden, desto besser lässt sich ein weiterer Kräfteverlust vermeiden.