Was bedeutet das?
Fettpolster sind Ansammlungen von Körperfett, die an bestimmten Stellen des Reptilienkörpers sichtbar hervortreten, etwa hinter den Vorderbeinen, am Schwanzansatz oder seitlich am Rumpf. Ein gewisses Maß an Fettpolstern ist völlig normal und dient dem Tier als Energiereserve für magere Zeiten. Werden die Polster jedoch sehr prall, groß und rundlich, ist das ein deutliches Zeichen für ein beginnendes oder bestehendes Übergewicht. Ursache ist meist eine zu reichliche, zu energiereiche Fütterung in Verbindung mit Bewegungsmangel im Terrarium. Eine starke Verfettung belastet mit der Zeit auch die inneren Organe. Weil sich die Polster langsam aufbauen, hilft es, Körperform und Fettverteilung regelmäßig zu beobachten, um Veränderungen früh zu bemerken und die Fütterung anzupassen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- wie ausgeprägt die Polster sind
- ob das Tier insgesamt rundlich wirkt
- Trägheit und Bewegungsunlust
- die Futtermenge und Fettgehalt der Futtertiere
- die Bewegungsmöglichkeiten im Gehege
Auffällige Fettpolster bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Auffällige Fettpolster sind für sich genommen kein Notfall, geben aber Anlass, die Fütterung und Haltung genauer anzuschauen. Sind die Polster sehr ausgeprägt und wirkt das Tier zugleich träge und wenig bewegungsfreudig, sollten Sie die Ernährung mit tierärztlichem Rat überprüfen, um einer weiteren Verfettung entgegenzuwirken. Beobachten Sie in Ruhe, wie sich die Polster, das Gewicht und die Aktivität über die Wochen entwickeln. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn sehr ausgeprägte Fettpolster mit deutlicher Trägheit oder Teilnahmslosigkeit einhergehen oder wenn zusätzlich Atembeschwerden auftreten. Dann sollten Sie das Tier unverzüglich vorstellen. Auch eine Futterverweigerung oder zunehmende Schwäche bei stark verfettetem Tier sind Gründe, zeitnah tierärztliche Hilfe zu suchen, da dahinter beginnende Organprobleme stecken können.