Was bedeutet das?
Vermindertes Trinken liegt vor, wenn ein Hund über längere Zeit weniger Wasser aufnimmt als nötig oder den Napf ganz meidet. Kurzfristig kann dies harmlos sein, etwa bei kühlem Wetter oder feuchtem Futter, das viel Flüssigkeit liefert. Hält die Zurückhaltung jedoch an, stecken oft Übelkeit, Schmerzen im Maul, allgemeines Unwohlsein oder andere Erkrankungen dahinter, die den Appetit auf Wasser dämpfen. Manche Hunde trinken auch weniger, weil ihnen das Aufstehen oder der Weg zum Napf schwerfällt. Da ein dauerhaft zu geringer Wasserkonsum rasch zu Austrocknung führen kann und häufig ein Begleitzeichen von Krankheit ist, sollte das veränderte Trinkverhalten ernst genommen und im Zusammenhang mit dem übrigen Befinden beobachtet werden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Trinkmenge und das Allgemeinbefinden und achten Sie auf folgende Hinweise:
- Ob das Trinken nur reduziert ist oder ganz verweigert wird
- Begleitende Fressunlust oder Maulbeschwerden
- Anzeichen von Austrocknung wie zähen Speichel oder Trägheit
- Allgemeine Mattigkeit, Erbrechen oder Durchfall
- Wie lange das verminderte Trinken bereits besteht
Vermindertes Trinken beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie Ihren Hund tierärztlich untersuchen, wenn das Trinken über längere Zeit deutlich zurückgeht oder ganz verweigert wird, besonders wenn weitere Krankheitszeichen wie Fressunlust, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit hinzukommen. Auch wenn Ihr Hund trotz Wärme oder trockener Fütterung kaum trinkt, sollten Sie die Ursache abklären lassen. Achten Sie auf Anzeichen von Flüssigkeitsmangel wie eingefallene Augen, klebrige Maulschleimhaut oder eine Hautfalte, die sich nur langsam zurückbildet. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Trinkverweigerung mit anhaltendem Erbrechen oder ausgeprägter Mattigkeit einhergeht oder Ihr Hund bereits deutliche Anzeichen von Austrocknung zeigt. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung eine tierärztliche Praxis oder einen Notdienst aufsuchen.