Was bedeutet das?
Blasse Schleimhäute bedeuten, dass Zahnfleisch, Lippen und die Ränder der Augen nicht mehr kräftig rosa, sondern blass, hellrosa oder fast weiß erscheinen. Die Farbe der Schleimhäute spiegelt die Durchblutung und den Sauerstoffgehalt des Blutes wider. Eine Blässe weist deshalb auf eine verminderte Durchblutung oder eine Blutarmut (Anämie) hin. Dahinter können ein innerer oder äußerer Blutverlust, ein Schockzustand, ein Kreislaufproblem oder eine schwere Grunderkrankung stecken. Bei den kleinen, empfindlichen Nagetieren ist dies ein ernstes Warnsignal, das rasch bedrohlich werden kann. Da sich die Schleimhäute leicht am Zahnfleisch beurteilen lassen, ist regelmäßige Kontrolle hilfreich. Achten Sie zusätzlich darauf, ob das Tier schwach wirkt, schneller atmet oder kühl an Ohren und Pfoten ist.
Worauf Sie achten sollten
Prüfen Sie die Schleimhäute:
- Blasses oder weißliches Zahnfleisch
- Helle Augenränder und Ohren
- Begleitende Schwäche
- Schnelle Atmung und kalter Körper
Blasse Schleimhäute bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blasse Schleimhäute in Verbindung mit Schwäche sind ein Notfall und erfordern sofortige tierärztliche Hilfe – warten Sie keinesfalls ab. Fahren Sie umgehend in die Praxis oder Klinik, besonders wenn die Schleimhäute sehr blass oder weiß sind und das Tier zugleich matt wirkt, schnell atmet oder kühl ist. Diese Kombination kann auf einen Blutverlust oder einen Schock hindeuten, bei dem jede Minute zählt. Halten Sie Ihr Tier bis zum Eintreffen ruhig und warm, da es leicht auskühlt, und bewegen Sie es so wenig wie möglich. Besteht Verdacht auf eine Blutung, versuchen Sie diese vorsichtig zu stillen. Auch ohne offensichtliche Blutung sollten anhaltend blasse Schleimhäute rasch abgeklärt werden, da die Ursache oft im Körperinneren liegt.