Was bedeutet das?
Eine Augentrübung beschreibt eine Veränderung, bei der das sonst klare Auge milchig, grau oder bläulich erscheint. Als Anzeichen bedeutet sie, dass die Durchsichtigkeit des Auges an einer Stelle abgenommen hat. Die Trübung kann die Linse betreffen, etwa beim grauen Star, oder die Hornhaut bei Entzündungen, Verletzungen und erhöhtem Augeninnendruck. Manche Trübungen entwickeln sich langsam über Monate und Jahre, häufig im höheren Alter, andere treten rasch auf und weisen auf eine ernstere Augenerkrankung hin. Weil sich harmlose Altersveränderungen und behandlungsbedürftige Ursachen von außen nicht sicher unterscheiden lassen, ist eine fachliche Beurteilung wichtig. Achten Sie darauf, ob das Auge zusätzlich schmerzt, gerötet ist oder Ihr Hund schlechter zu sehen scheint.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie beide Augen in Ruhe miteinander und achten Sie auf folgende Hinweise:
- Ob die Trübung plötzlich oder allmählich aufgetreten ist
- Lage der Trübung (eher in der Tiefe oder an der Oberfläche)
- Begleitende Rötung, Tränen oder Schmerz
- Unsicherheit beim Laufen oder Anstoßen an Gegenstände
- Veränderungen im Verhalten bei wenig Licht
Augentrübung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Augentrübung gehört grundsätzlich in fachliche Beurteilung, da sich harmlose Altersveränderungen und ernstere Ursachen von außen nicht sicher unterscheiden lassen. Auch langsam fortschreitende Trübungen sollten daher untersucht werden, damit die Ursache eingeordnet und das Sehvermögen im Blick behalten werden kann. Beobachten Sie, ob Ihr Hund unsicherer wird, gegen Gegenstände stößt oder das Auge schont. Eine rasche Vorstellung ist besonders wichtig, wenn die Trübung plötzlich auftritt oder mit Schmerz, Rötung und nachlassendem Sehen verbunden ist. Als sofortiger Notfall gelten eine plötzliche Trübung mit Schmerz oder Zukneifen sowie ein rasch nachlassendes Sehvermögen. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung eine Praxis oder einen Notdienst aufsuchen.