Was bedeutet das?
Ein gerötetes Auge weist auf eine Reizung oder Entzündung hin. Die feine Bindehaut, die das Auge auskleidet, wird dabei stärker durchblutet und erscheint deutlich röter. Häufige Ursachen bei Reptilien sind eine Bindehautentzündung durch Staub, Erreger oder einen Vitamin-A-Mangel, eine Hornhautentzündung oder ein Lichtschaden durch eine zu starke oder falsch montierte UV-Lampe. Die Bandbreite reicht also von einer örtlichen Reizung bis zu einer ernsteren Entzündung. Ein gerötetes Auge ist meist schmerzhaft, weshalb das Tier es oft zukneift oder reibt. Achten Sie darauf, ob ein oder beide Augen betroffen sind, ob zusätzlich Ausfluss, Schwellung oder Lichtscheu auftreten und ob die UV-Beleuchtung korrekt eingestellt und montiert ist.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- ob das Auge zusätzlich geschwollen ist
- ob Ausfluss besteht
- ob das Tier das Auge zukneift oder lichtscheu ist
- Staub im Substrat und die UV-Beleuchtung
- ob ein oder beide Augen betroffen sind
Gerötetes Auge bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein gerötetes Auge sollte tierärztlich abgeklärt werden, besonders wenn es schmerzhaft, geschwollen oder lichtscheu ist, da eine unbehandelte Entzündung das Auge schädigen kann. Fällt der Verdacht auf eine zu starke oder falsch angebrachte UV-Lampe, sollten Sie deren Position und Stärke sofort überprüfen und anpassen. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn das Auge stark gerötet und geschwollen ist oder wenn die Rötung mit ausgeprägter Lichtscheu und Schmerz einhergeht. Dann sollten Sie zeitnah einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Halten Sie die Umgebung in der Zwischenzeit staubarm und sauber, vermeiden Sie zu grelles Licht und verzichten Sie auf eigene Augenmittel, um das empfindliche Auge nicht weiter zu reizen.