Was ist das?
Eine Verletzung bezeichnet eine Schädigung von Haut, Muskeln, Knochen oder anderem Gewebe Ihres Hundes durch eine äußere Einwirkung. Sie kann von einer kleinen, oberflächlichen Schramme bis zu tiefen Wunden oder Knochenbrüchen reichen. Je nach Art der Einwirkung werden dabei unterschiedliche Strukturen geschädigt, und der Körper reagiert mit Schmerzen, Blutungen oder Schwellungen. Verletzungen entstehen im Alltag häufig, etwa beim Spielen, Toben, bei Stürzen, Raufereien oder durch Unfälle im Straßenverkehr. Wie dringend eine Versorgung nötig ist, hängt von Art, Tiefe und Lage der Verletzung sowie vom Allgemeinzustand des Hundes ab. Für Ihren Hund können auch äußerlich klein wirkende Verletzungen mit ernsteren inneren Schäden verbunden sein, weshalb sie aufmerksam beurteilt und im Zweifel tierärztlich untersucht werden sollten.
Typische Anzeichen
Die Anzeichen einer Verletzung richten sich nach ihrer Schwere. Mögliche Hinweise sind:
- sichtbare Wunden, Blutungen oder Schürfungen
- Lahmheit, Humpeln oder Schonung eines Körperteils
- Schmerzäußerungen beim Berühren oder Bewegen
- Schwellung oder Bluterguss
- vermehrtes Lecken an der betroffenen Stelle
Mögliche Ursachen
Verletzungen können durch viele unterschiedliche Ereignisse entstehen. Häufige Ursachen sind:
- Stürze, Zusammenstöße oder Unfälle
- Auseinandersetzungen mit anderen Tieren
- spitze oder scharfe Gegenstände
- Verkehrsunfälle
- übermäßige Belastung beim Spielen oder Toben
Was Sie tun können
Halten Sie Ihren Hund ruhig und sichern Sie ihn, da verletzte Tiere aus Schmerz auch zubeißen können. Bei Blutungen können Sie vorsichtig mit einem sauberen Tuch Druck ausüben, ohne die Wunde zu reizen. Hindern Sie Ihren Hund daran, an der Wunde zu lecken.
Verletzung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei stärkeren Blutungen, tiefen oder stark verschmutzten Wunden, deutlicher Lahmheit oder erkennbaren Schmerzen sollten Sie eine Tierarztpraxis aufsuchen. Nach Unfällen wie Stürzen aus der Höhe oder Zusammenstößen ist auch ohne sichtbare Wunden eine Abklärung ratsam, da innere Verletzungen zunächst verborgen bleiben können. Auch wenn eine Wunde nicht heilt, anschwillt, sich entzündet oder Ihr Hund eine Stelle deutlich schont, sollten Sie ihn vorstellen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn eine starke, nicht stillbare Blutung auftritt, wenn Ihr Hund einen Kreislaufkollaps, eine Bewusstseinstrübung oder blasse Schleimhäute zeigt oder wenn er nach einem Sturz oder Unfall deutliche Atemnot hat. In diesen Fällen sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder Klinik aufsuchen und Ihren Hund dabei möglichst ruhig halten.