VetGuru

Übelkeit bei Nierenerkrankung der Katze: Anzeichen und was hilft

auch: urinämische Übelkeit · Übelkeit durch Nierenschwäche

Katze★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Übelkeit bei Nierenerkrankung bei der Katze entsteht, wenn die Nieren harnpflichtige Giftstoffe nicht mehr ausreichend aus dem Blut filtern können und sich diese Stoffe im Körper anreichern. Sie reizen die Magenschleimhaut und das Brechzentrum im Gehirn und lösen so ein anhaltendes Übelkeitsgefühl aus, das häufig von Erbrechen begleitet wird. Betroffene Katzen wirken vom Futter regelrecht angeekelt, speicheln, schlucken vermehrt und zeigen oft einen typischen Mundgeruch nach Ammoniak. Diese Übelkeit ist ein wichtiger Grund dafür, dass nierenkranke Katzen schlecht fressen, an Gewicht verlieren und geschwächt wirken. Da sie den Verlauf einer Nierenerkrankung erheblich mitbestimmt, sollte sie erkannt und ernst genommen werden.

Typische Anzeichen

Die Übelkeit zeigt sich zusammen mit Nierensymptomen.

  • Appetitlosigkeit und Futterekel
  • vermehrtes Speicheln
  • Erbrechen
  • Mundgeruch nach Ammoniak
  • Mattigkeit

Mögliche Ursachen

Die Übelkeit ist Folge der Nierenschwäche.

  • Anreicherung harnpflichtiger Giftstoffe
  • fortschreitende Nierenerkrankung
  • Magenreizung durch Giftstoffe
  • begleitende Stoffwechselstörungen

Was Sie tun können

Bieten Sie gut riechendes, schmackhaftes Futter in kleinen Portionen an und sorgen Sie für ausreichend Wasser. Eine gute Begleitung der Nierenerkrankung lindert die Übelkeit.

Übelkeit bei Nierenerkrankung bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei einer nierenkranken Katze sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, wenn Übelkeitszeichen wie Speicheln, Schmatzen oder Fressunlust auftreten, das Tier das Futter verweigert oder erbricht. Da die Übelkeit den Zustand einer Nierenerkrankung deutlich verschlechtern kann, ist eine zeitnahe Abklärung wichtig. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihre Katze anhaltend erbricht und dabei deutlich austrocknet, Futter und Wasser vollständig verweigert oder kollabiert, stark geschwächt oder im Bewusstsein getrübt ist. In diesen Fällen müssen Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. Beobachten Sie eine nierenkranke Katze aufmerksam, achten Sie besonders auf ihre Trinkmenge und warten Sie bei zunehmender Schwäche nicht ab, da ein Flüssigkeitsmangel den Zustand rasch verschärft.

Wann wird es zum Notfall?
  • Anhaltendes Erbrechen mit deutlicher Austrocknung
  • Vollständige Fress- und Trinkverweigerung
  • Kollaps, starke Schwäche oder Bewusstseinstrübung
Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.