Was ist das?
Ein Sonnenbrand entsteht beim Pferd durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts, die ungeschützte Hautstellen schädigt. Besonders betroffen sind unpigmentierte, helle Bereiche wie rosa Nasen, weiße Abzeichen oder unbehaarte Hautpartien, denn ihnen fehlt das dunkle Pigment Melanin, das die Haut normalerweise vor Sonnenstrahlung schützt. Die Strahlung reizt und schädigt die oberen Hautschichten, sodass die betroffenen Stellen gerötet, wund, schmerzhaft und geschwollen werden können. In schweren Fällen bilden sich Blasen, Krusten oder offene, nässende Stellen. Ein Sonnenbrand ist meist an oberflächlich sichtbaren Körperregionen zu erkennen und für das Pferd unangenehm. Wiederholte oder starke Sonnenschäden können die Haut dauerhaft belasten, weshalb gefährdete Pferde vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden sollten.
Typische Anzeichen
Der Sonnenbrand zeigt sich an hellen Stellen:
- gerötete, empfindliche Haut mit Schuppung und Krustenbildung
- Schmerzempfindlichkeit
- bevorzugt an Nüstern und weißen Abzeichen
Mögliche Ursachen
Sonnenbrand wird begünstigt durch:
- intensive Sonneneinstrahlung
- fehlende Pigmentierung der Haut
- mangelnden Schattenplatz
- lichtsensibilisierende Pflanzen
Was Sie tun können
Bieten Sie ausreichend Schatten und nutzen Sie zu Stoßzeiten eine Stallhaltung. Schutz für empfindliche Stellen reduziert die Belastung.
Sonnenbrand beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Einen leichten Sonnenbrand mit geringer Rötung können Sie zunächst beobachten und die betroffenen Stellen konsequent vor weiterer Sonne schützen. Achten Sie darauf, ob die Haut abheilt oder sich verschlimmert. Den Tierarzt sollten Sie aufsuchen, wenn die Stellen stark entzündet, geschwollen, nässend oder offen sind, denn dann kann sich eine schmerzhafte Wunde oder eine bakterielle Infektion entwickeln. Gleiches gilt, wenn Ihr Pferd sichtlich unter den betroffenen Bereichen leidet oder sich diese trotz Schutz nicht bessern. Treten immer wieder Sonnenschäden an denselben hellen Hautstellen auf, ist ebenfalls eine tierärztliche Abklärung sinnvoll, da wiederholte Schäden die Haut langfristig verändern können. Verschlechtert sich der Zustand rasch oder kommt Fieber hinzu, sollten Sie zeitnah tierärztliche Hilfe anfordern.