Was ist das?
Die Struma ist eine Vergrößerung der Schilddrüse, einer Drüse am Hals, die wichtige Stoffwechselhormone bildet. Für die Herstellung dieser Hormone benötigt die Schilddrüse den Mineralstoff Jod. Fehlt Jod im Futter oder enthält die Nahrung sogenannte kropfbildende Stoffe, die die Jodaufnahme hemmen, versucht die Drüse den Mangel auszugleichen und vergrößert sich dabei. Bekannt ist dieses Problem vor allem bei Schildkröten, die viel Kohlgemüse erhalten, denn Kohl gehört zu den kropfbildenden Futterpflanzen. Die Schwellung am Hals entwickelt sich meist langsam und kann mit der Zeit deutlich sichtbar werden. Begleitend werden die Tiere oft träge und wirken im Stoffwechsel gebremst. Eine Struma ist damit vor allem ein Zeichen für eine ungünstige, jodarme oder einseitige Fütterung.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Schilddrüsenvergrößerung sind:
- Schwellung im unteren Halsbereich
- Trägheit und Bewegungsunlust
- verlangsamtes Wachstum bei Jungtieren
- Appetitlosigkeit
- allgemeine Schwäche
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- jodarme Fütterung
- viel kropfbildendes Gemüse wie Kohlarten
- einseitige Ernährung
- Stoffwechselstörungen
Was Sie tun können
Bieten Sie eine abwechslungsreiche, artgerechte Kost an und reduzieren Sie übermäßige Mengen an Kohlgemüse. Eine ausgewogene Fütterung beugt der Kropfbildung vor.
Kropf (Struma / Schilddrüsenvergrößerung) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Da sich eine Struma langsam entwickelt, besteht meist keine akute Gefahr, das Tier sollte aber tierärztlich untersucht werden. Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn Ihnen eine auffällige Schwellung am Hals auffällt oder wenn das Tier anhaltend träge wirkt, schlechter frisst und im Stoffwechsel gebremst erscheint. So lässt sich klären, ob die Fütterung angepasst werden muss und ob die Schilddrüse ursächlich ist. Ein sofortiger Notfall ist die Struma in der Regel nicht. Handeln Sie jedoch rasch, wenn die Schwellung so groß wird, dass sie das Schlucken oder die Atmung behindert, oder wenn das Tier stark geschwächt ist und das Futter vollständig verweigert. Je früher jodarme Fütterung und kropfbildende Futtermittel erkannt und korrigiert werden, desto besser sind die Aussichten.