Was ist das?
Bei einer Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität) verhält sich ein weibliches Tier so, als sei es trächtig, obwohl es keine Jungen erwartet. Hormonelle Schwankungen nach einem Eisprung gaukeln dem Körper eine Trächtigkeit vor. Die Gesäugeleiste kann anschwellen, das Tier baut ein Nest und verhält sich anders. Eine Scheinträchtigkeit ist meist harmlos und vergeht von selbst, kann aber vorübergehend mit Unruhe oder Appetitveränderungen einhergehen.
Typische Anzeichen
Eine Scheinträchtigkeit zeigt sich über Verhalten und Gesäuge:
- Nestbau und Sammeln von Einstreu
- Anschwellen der Gesäugeleiste, manchmal mit etwas Milch
- Verändertes, teils unruhiges oder zurückgezogenes Verhalten
- Vorübergehend wechselhafter Appetit
Mögliche Ursachen
Auslöser sind hormonelle Schwankungen:
- Hormonveränderungen nach einem Eisprung
- Soziale Reize durch andere Tiere
- Veranlagung mancher Tierarten
- Hormonelles Ungleichgewicht
Was Sie tun können
Beobachten Sie das Tier und lassen Sie ihm Ruhe, da sich eine Scheinträchtigkeit meist von selbst legt. Vermeiden Sie es, das angeschwollene Gesäuge zu reizen.
Wann zum Tierarzt
Hält der Zustand lange an, schwillt das Gesäuge stark an oder wird es heiß und hart, sollte ein Tierarzt eine Gesäugeentzündung ausschließen.