Was ist das?
Eine Mykose ist eine Infektion der Haut mit Pilzen. Pilze siedeln sich besonders dort an, wo die Haut durch dauerhafte Feuchtigkeit, kleine Verletzungen oder mangelnde Hygiene bereits geschwächt ist. Dort zersetzen sie die obersten Hautschichten, was zu verfärbten, rauen oder krustigen Stellen führt, die sich allmählich vergrößern. Manche Hautpilze bleiben oberflächlich, andere können sich tief ins Gewebe ausbreiten und sind dann deutlich schwerer zu behandeln. Häufig begünstigen eine zu feuchte Haltung, eine schlechte Belüftung oder ein geschwächtes Immunsystem den Befall. Weil sich die Pilze langsam, aber hartnäckig ausbreiten und tiefer eindringen können, ist eine Mykose mehr als ein kosmetisches Problem und sollte ernst genommen werden.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Hautpilzinfektion sind:
- verfärbte, gelbliche oder bräunliche, raue, krustige oder schuppige Hautstellen
- Veränderungen an Schilden oder Panzer
- Häutungsprobleme an betroffenen Stellen
- langsam wachsende Hautläsionen
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit oder Nässe
- mangelnde Hygiene im Terrarium
- Hautverletzungen
- ein geschwächtes Immunsystem
Was Sie tun können
Sorgen Sie für eine artgerechte Luftfeuchtigkeit mit ausreichend trockenen Bereichen und halten Sie das Terrarium sauber. Vermeiden Sie dauerhaft nasses Substrat.
Pilzinfektion der Haut (Mykose) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei sich ausbreitenden, verfärbten oder krustigen Hautveränderungen sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, da Hautpilze hartnäckig sind und die genaue Art bestimmt werden muss, um sie gezielt behandeln zu können. Weil diese Erkrankung als dringend gilt, sollte die Abklärung zeitnah erfolgen und nicht lange abgewartet werden. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn sich die Hautveränderungen rasch großflächig ausbreiten und offene Wunden entstehen oder wenn das Tier teilnahmslos wird und das Fressen einstellt. In diesen Fällen sollten Sie unverzüglich einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Auch bei kleineren Herden lohnt sich eine frühe Vorstellung, denn je eher die Pilzinfektion behandelt und die Haltung angepasst wird, desto geringer ist das Risiko, dass der Erreger tiefer ins Gewebe vordringt.