Was ist das?
Ein Nabelbruch, fachlich Umbilikalhernie genannt, ist eine Lücke in der Bauchwand im Bereich des Nabels beim Fohlen. Durch diese sogenannte Bruchpforte kann Bauchinhalt wie Fettgewebe oder Darmschlingen unter die Haut treten und bildet dort eine weiche, oft gut zurückdrückbare Vorwölbung. Die Lücke entsteht, wenn sich die Bauchwand nach der Geburt nicht vollständig verschließt, wie es normalerweise vorgesehen ist. Kleinere Nabelbrüche verschließen sich häufig von selbst, während größere Öffnungen bestehen bleiben können. Meist ist ein Nabelbruch zunächst harmlos und schmerzlos. Problematisch wird er erst, wenn sich Gewebe in der Bruchpforte einklemmt und dadurch die Durchblutung gestört wird, was für das Fohlen gefährlich werden kann.
Typische Anzeichen
Der Bruch zeigt sich am Bauch des Fohlens:
- weiche Vorwölbung am Nabel
- meist schmerzlos und zurückdrückbar
- Größenveraenderung beim Anstrengen
- in der Regel ungestörtes Allgemeinbefinden
Mögliche Ursachen
Nabelbrueche haben verschiedene Ursachen:
- angeborene Bauchwandschwäche
- unvollständiger Verschluss des Nabels
- erhöhter Bauchdruck
- Entzündungen am Nabel
Was Sie tun können
Beobachten Sie die Größe der Vorwölbung und ob sie sich zurückdrücken lässt. Achten Sie auf Veränderungen oder Schmerzempfindlichkeit.
Nabelbruch beim Fohlen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Nabelbruch beim Fohlen lässt sich in vielen Fällen zunächst beobachten, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden. Achten Sie darauf, ob die Vorwölbung weich bleibt und sich sanft zurückdrücken lässt, und lassen Sie die Größe bei der nächsten Routineuntersuchung tierärztlich einschätzen. Verändert sich der Bruch, wird er größer oder zeigt Ihr Fohlen Anzeichen von Unwohlsein wie vermindertes Trinken oder Bauchschmerzen, sollten Sie den Tierarzt hinzuziehen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation, wenn die Schwellung plötzlich hart, warm oder schmerzhaft wird oder sich nicht mehr zurückdrücken lässt. Dann besteht der Verdacht, dass sich Gewebe eingeklemmt hat, und Sie sollten umgehend tierärztliche Hilfe rufen, da eine gestörte Durchblutung rasch lebensbedrohlich werden kann.