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Schwangerschaftsvergiftung beim Kaninchen: Warnzeichen erkennen und sofort handeln

auch: Trächtigkeitstoxikose · Ketose

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Die Schwangerschaftsvergiftung beim Kaninchen, fachsprachlich Trächtigkeitstoxikose oder Ketose genannt, ist eine Stoffwechselentgleisung bei hochträchtigen oder frisch abgesetzten Häsinnen. In der letzten Trächtigkeitsphase ist der Energiebedarf sehr hoch, und wenn er über die Nahrung nicht gedeckt wird, greift der Körper auf seine Fettreserven zurück. Beim raschen Abbau großer Fettmengen entstehen saure Stoffwechselprodukte, die sogenannten Ketonkörper, die den Körper übersäuern. Gleichzeitig wird die Leber mit dem Fettabbau überlastet. Das ist lebensbedrohlich, weil die Übersäuerung den gesamten Stoffwechsel stört und die Organe zunehmend beeinträchtigt. Besonders gefährdet sind übergewichtige Tiere und solche, die in dieser Zeit zu wenig fressen.

Typische Anzeichen

Eine Schwangerschaftsvergiftung zeigt sich am Ende der Trächtigkeit:

  • Plötzliche Fressunlust
  • Hochgradige Schwäche und Apathie
  • Manchmal Krämpfe
  • Auffällig süßlicher Atemgeruch
  • Rasche Verschlechterung des Zustands

Mögliche Ursachen

Auslöser ist eine negative Energiebilanz:

  • Hoher Energiebedarf bei großen Würfen
  • Futtermangel oder Fressunlust in der Spätträchtigkeit
  • Übergewicht vor der Trächtigkeit
  • Stress, der den Appetit unterdrückt

Was Sie tun können

Sorgen Sie dafür, dass hochträchtige Häsinnen stets ausreichend hochwertiges Futter und Heu aufnehmen und niemals lange hungern. Vermeiden Sie Stress in der Spätträchtigkeit.

Schwangerschaftsvergiftung beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Schwangerschaftsvergiftung ist ein Notfall, der keinen Aufschub duldet: Kontaktieren Sie umgehend eine auf Kaninchen eingerichtete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie die Häsin ohne Verzögerung dort vor. Plötzliche Schwäche, Fressunlust, Teilnahmslosigkeit oder ein auffällig ruhiges Verhalten bei einer hochträchtigen oder gerade abgesetzten Häsin sind Warnzeichen, bei denen Sie sofort tierärztliche Hilfe suchen sollten, auch nachts oder am Wochenende; ebenso ein wackeliger Gang, Zittern, ein süßlicher Geruch aus dem Maul oder eine zunehmende Bewusstseinstrübung. Warten Sie keinesfalls ab, ob sich der Zustand von selbst bessert, denn die Übersäuerung schreitet oft sehr schnell fort und der Zustand kann sich innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern. Je früher die Häsin vorgestellt wird, desto besser lässt sich der Stoffwechsel stabilisieren und die Chance auf Erholung wahren. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.

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