Was ist das?
Bei einer Kehlkopflähmung funktionieren die Muskeln nicht mehr richtig, die den Kehlkopf beim Einatmen öffnen. Der Kehlkopf ist das Eingangstor zur Luftröhre und muss sich bei jedem Atemzug weit öffnen, damit genügend Luft in die Lunge gelangt. Bleibt diese Öffnung aus, verengt sich der Weg für die Atemluft. Der Hund bekommt dann vor allem bei Anstrengung, Aufregung oder Hitze schwer Luft, und das Atmen wird hörbar angestrengt. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren, größeren Hunden auf und entwickelt sich meist allmählich. Weil bei einem akuten Anfall nicht mehr genügend Luft in die Lunge gelangt, kann eine Kehlkopflähmung dann lebensbedrohlich werden und sich die Lage schnell zuspitzen. Im Alltag fällt die Erkrankung oft zuerst durch ein hörbar angestrengtes Atmen auf.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden fallen besonders bei Belastung und Wärme auf. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
- lautes, pfeifendes oder raues Atemgeräusch beim Einatmen
- veränderte oder heisere Bellstimme
- Husten oder Verschlucken, vor allem beim Fressen und Trinken
- schnelle Erschöpfung und Hecheln, das sich kaum beruhigt
- bei Hitze oder Aufregung deutliche Atemnot bis hin zu Panik
Mögliche Ursachen
Eine Kehlkopflähmung kann verschiedene Hintergründe haben. Mögliche Ursachen sind:
- altersbedingte Nervenschwäche, häufig bei großen Rassen
- angeborene Form bei bestimmten Rassen
- Verletzungen oder Schädigungen der versorgenden Nerven
- Grunderkrankungen, die das Nervensystem betreffen
- selten Folge von Operationen oder Tumoren im Halsbereich
Was Sie tun können
Vermeiden Sie unbedingt Überhitzung und Anstrengung, gehen Sie an warmen Tagen nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden spazieren und verzichten Sie auf ein Halsband zugunsten eines Brustgeschirrs. Halten Sie Ihren Hund ruhig und vermeiden Sie Aufregung, da Stress die Atemnot verschlimmert. Sorgen Sie an heißen Tagen für Schatten, Abkühlung und Ruhe.
Kehlkopflähmung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einer Kehlkopflähmung sollten Sie sofort tierärztliche Hilfe suchen, wenn Ihr Hund in akute Atemnot gerät, blaue oder blasse Schleimhäute zeigt oder zusammenbricht, denn das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. In solchen Momenten dürfen Sie nicht abwarten, sondern müssen umgehend handeln, gerade an heißen Tagen oder nach Aufregung. Besonders kritisch wird es, wenn die Atemnot mit Panik einhergeht, die Schleimhäute sich verfärben oder der Hund kollabiert. Abseits solcher Anfälle sollten Sie eine Untersuchung zeitnah veranlassen, wenn das Atmen zunehmend pfeifend klingt oder sich die Stimme Ihres Hundes verändert. Da sich die Verengung mit der Zeit verschlimmern kann, ist eine frühzeitige Vorstellung sinnvoll. Sorgen Sie bei betroffenen Hunden zudem dafür, dass sie sich bei Hitze und Anstrengung nicht überfordern.