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Kehlkopflähmung beim Hund

auch: Larynxparalyse · Stimmritzenlähmung · Laryngeale Paralyse

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Bei einer Kehlkopflähmung funktionieren die Muskeln nicht mehr richtig, die den Kehlkopf beim Einatmen öffnen. Der Kehlkopf ist das Eingangstor zur Luftröhre und muss sich bei jedem Atemzug weit öffnen, damit genügend Luft in die Lunge gelangt. Bleibt diese Öffnung aus, bekommt der Hund vor allem bei Anstrengung, Aufregung oder Hitze schwer Luft, und das Atmen wird hörbar angestrengt. Die Erkrankung tritt häufig bei älteren, größeren Hunden auf und kann bei einem akuten Atemnotanfall lebensbedrohlich werden.

Typische Anzeichen

Die Beschwerden fallen besonders bei Belastung und Wärme auf. Häufig beobachtete Anzeichen sind:

  • lautes, pfeifendes oder raues Atemgeräusch beim Einatmen
  • veränderte oder heisere Bellstimme
  • Husten oder Verschlucken, vor allem beim Fressen und Trinken
  • schnelle Erschöpfung und Hecheln, das sich kaum beruhigt
  • bei Hitze oder Aufregung deutliche Atemnot bis hin zu Panik

Mögliche Ursachen

Eine Kehlkopflähmung kann verschiedene Hintergründe haben. Mögliche Ursachen sind:

  • altersbedingte Nervenschwäche, häufig bei großen Rassen
  • angeborene Form bei bestimmten Rassen
  • Verletzungen oder Schädigungen der versorgenden Nerven
  • Grunderkrankungen, die das Nervensystem betreffen
  • selten Folge von Operationen oder Tumoren im Halsbereich

Was Sie tun können

Vermeiden Sie unbedingt Überhitzung und Anstrengung, gehen Sie an warmen Tagen nur in den kühlen Morgen- oder Abendstunden spazieren und verzichten Sie auf ein Halsband zugunsten eines Brustgeschirrs. Halten Sie Ihren Hund ruhig und vermeiden Sie Aufregung, da Stress die Atemnot verschlimmert. Sorgen Sie an heißen Tagen für Schatten, Abkühlung und Ruhe.

Wann zum Tierarzt

Suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe, wenn Ihr Hund in akute Atemnot gerät, blaue Schleimhäute zeigt oder zusammenbricht, denn das ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Auch bei zunehmendem pfeifendem Atmen oder Stimmveränderungen sollten Sie zeitnah eine Untersuchung veranlassen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.