Was ist das?
Die Iridovirus-Infektion wird durch ein Virus ausgelöst, das verschiedene Organe und Gewebe des Reptils angreift. Besonders Schildkröten und Echsen können betroffen sein. Das Virus schwächt das Immunsystem und schädigt unter anderem Maul, Atemwege, Leber und Haut, sodass die Tiere schwer krank werden und häufig zusätzliche bakterielle Infektionen hinzukommen. Es breitet sich über den direkten Kontakt zwischen Tieren sowie über kontaminierte Einrichtung und Futtertiere aus, weshalb Neuzugänge ohne Quarantäne ein hohes Ansteckungsrisiko für den gesamten Bestand darstellen. Der Verlauf ist oft schwer und für viele Tiere tödlich. Weil die Symptome unspezifisch sein können und mehrere Organe gleichzeitig betroffen sind, ist die Iridovirus-Infektion eine ernste, ansteckende Erkrankung, die den ganzen Bestand gefährden kann.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Iridovirus-Infektion können sein:
- ausgeprägte Schwäche und Teilnahmslosigkeit
- Beläge oder Entzündungen im Maul
- Atemprobleme
- Hautveränderungen
- Futterverweigerung
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- Kontakt zu infizierten Tieren
- fehlende Quarantäne bei Neuzugängen
- kontaminierte Einrichtung
- Stress und ein geschwächtes Immunsystem
Was Sie tun können
Isolieren Sie verdächtige Tiere sofort und halten Sie strenge Hygiene mit getrennter Ausrüstung ein. Setzen Sie neue Tiere grundsätzlich erst nach einer Quarantänezeit zu Ihrem Bestand.
Iridovirus-Infektion bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Verdacht auf eine Virusinfektion sollten Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen, da diese Erkrankungen ernst, ansteckend und für den ganzen Bestand gefährlich sind. Zeigt ein Tier schwere Krankheitszeichen wie ausgeprägte Schwäche, Atemprobleme, Veränderungen im Maul oder eine rasche Verschlechterung, ist besondere Eile geboten und ein Aufschub nicht ratsam. Trennen Sie ein erkrankt wirkendes Reptil nach Möglichkeit von den anderen Tieren und achten Sie auf strikte Hygiene, um eine Ausbreitung zu begrenzen. Auch neu erworbene Tiere, die kränkeln, sollten Sie zeitnah untersuchen lassen, bevor sie mit dem Bestand in Kontakt kommen. Weil sich das Virus schnell ausbreiten und mehrere Organe zugleich schädigen kann, ist ein frühes Aufsuchen fachlicher Hilfe entscheidend, statt den weiteren Verlauf abzuwarten.