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Inclusion Body Disease (IBD) beim Reptil: Anzeichen und was zu tun ist

auch: IBD · Einschlusskörperchenkrankheit · Boid Inclusion Body Disease

Reptilien★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
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Was ist das?

Die Inclusion Body Disease (IBD) ist eine schwere, virusbedingte Erkrankung, die vor allem Riesenschlangen wie Pythons und Boas betrifft. Der Erreger bildet im Inneren von Körperzellen typische Einschlusskörperchen, die der Krankheit ihren Namen geben, und schädigt dabei besonders das Nervensystem. Erkrankte Schlangen zeigen daher Koordinationsstörungen, eine verdrehte oder verrenkte Kopfhaltung und das sogenannte Sternengucken. Die Krankheit verläuft meist über längere Zeit und endet in der Regel tödlich. IBD ist ansteckend und kann durch Milben von Tier zu Tier übertragen werden, weshalb eine konsequente Quarantäne neu eingezogener Schlangen und eine gründliche Milbenbekämpfung sehr wichtig sind. Weil die Erkrankung Bestände dauerhaft bedrohen kann, hat die Vorbeugung durch strikte Hygiene und getrennte Haltung einen hohen Stellenwert.

Typische Anzeichen

Anzeichen können sein:

  • verdrehte Kopfhaltung (Sternengucken)
  • Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
  • Unfähigkeit, sich aufzurichten
  • Hochwürgen von Futter
  • Schwäche und Teilnahmslosigkeit

Mögliche Ursachen

Begünstigend wirken:

  • Kontakt zu infizierten Schlangen
  • Übertragung durch Schlangenmilben
  • fehlende Quarantäne
  • Stress und Überbesatz

Was Sie tun können

Isolieren Sie verdächtige Tiere sofort, bekämpfen Sie Milben konsequent und halten Sie strenge Hygiene ein. Setzen Sie Neuzugänge immer in eine lange Quarantäne.

Inclusion Body Disease (IBD) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?

Weil die Inclusion Body Disease hoch ansteckend ist und meist tödlich verläuft, sollten Sie bei entsprechenden Anzeichen keine Zeit verlieren. Zeigt eine Schlange nervöse Störungen wie Sternengucken, eine verdrehte Kopfhaltung, Koordinationsprobleme oder auffällige Bewegungsstörungen, suchen Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt auf. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn das Tier zusätzlich stark geschwächt ist, nicht mehr frisst oder Würgebewegungen und Atemprobleme zeigt. Isolieren Sie ein verdächtiges Tier sofort von allen anderen Schlangen und achten Sie streng auf Hygiene, um eine Übertragung zu verhindern. Auch bei einem Milbenbefall im Bestand ist tierärztlicher Rat sinnvoll, da Milben den Erreger weitertragen können. Je früher eine verdächtige Erkrankung eingeordnet wird, desto besser lassen sich die übrigen Tiere schützen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.