Was ist das?
Die Hyperlipämie ist eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung, bei der das Blut mit Fett überladen wird. Sie tritt vor allem bei Ponys, Eseln und Miniaturpferden auf, wenn diese in einer Mangel- oder Stresssituation zu viel Körperfett auf einmal abbauen. Der Körper schwemmt große Mengen Fett ins Blut, das die Leber überfordert und deren Funktion zunehmend schädigt. Auslöser sind häufig eine plötzliche Futterverweigerung, Krankheit, Trächtigkeit oder starkes Übergewicht. Betroffene Tiere werden matt, fressen nicht und wirken teilnahmslos. Weil die Erkrankung rasch fortschreitet und ohne Behandlung tödlich enden kann, zählt sie zu den gefährlichsten Stoffwechselstörungen und erfordert unbedingt schnelles Handeln.
Typische Anzeichen
Die Erkrankung zeigt sich am Allgemeinbefinden:
- ausgeprägte Fressunlust
- starke Mattigkeit und Schwäche
- Teilnahmslosigkeit
- Festliegen bei schwerem Verlauf
Mögliche Ursachen
Die Stoffwechselentgleisung wird ausgelöst durch:
- Futtermangel oder Fressunlust
- Stress und Begleiterkrankungen
- Übergewicht bei Ponys
- Trächtigkeit oder Laktation
Was Sie tun können
Achten Sie darauf, dass besonders Ponys nicht länger ohne Futter bleiben. Stellen Sie bei Fressunlust sofort die Futteraufnahme sicher und rufen Sie den Tierarzt.
Hyperlipämie beim Pony: Wann muss ich zum Tierarzt?
Wenn Ihr Pony, Ihr Esel oder Ihr kleines Pferd plötzlich nicht mehr frisst und dabei matt und teilnahmslos wirkt, ist rasch tierärztliche Hilfe nötig, denn dahinter kann sich eine Hyperlipämie verbergen. Da die Erkrankung sehr schnell fortschreitet und lebensbedrohlich ist, sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen von Fressunlust in Verbindung mit Mattigkeit nicht abwarten. Besonders gefährdet sind übergewichtige Tiere, tragende oder säugende Stuten sowie Ponys nach einer anderen Erkrankung. Verständigen Sie den Tierarzt umgehend, wenn zusätzlich Muskelzittern, Bewegungsunlust, gelbliche Schleimhäute oder Störungen des Bewusstseins auftreten, da dies auf eine bereits schwere Entgleisung hinweist. Jede Stunde zählt, denn eine früh begonnene Behandlung verbessert die Überlebenschancen deutlich.