Was ist das?
Hufkrebs (Pododermatitis chronica verrucosa) ist eine chronische, wuchernde Erkrankung der Huflederhaut, trotz des Namens keine Krebserkrankung im eigentlichen Sinne. Statt festes, tragfähiges Horn zu bilden, produziert die erkrankte Lederhaut weiches, käsiges und übelriechendes Gewebe, das das gesunde Horn zunehmend zerstört. Betroffen ist häufig der Bereich von Strahl und Sohle, wo blumenkohlartige Wucherungen entstehen. Der Verlauf ist meist schleichend und hartnäckig, und die Erkrankung neigt dazu, sich immer weiter auszubreiten und wiederzukehren. Begünstigend wirken feuchte, unhygienische Haltung und mangelnde Hufpflege. Da Hufkrebs die Hornstruktur des Hufs untergräbt und langwierig zu behandeln ist, zählt er zu den ernsten, den Huf nachhaltig schädigenden Erkrankungen des Pferdes.
Typische Anzeichen
Hufkrebs zeigt sich vor allem im Strahlbereich:
- blumenkohlartige, weiche Wucherungen
- käsiger, übler Geruch
- fehlendes festes Horn
- gelegentlich Lahmheit
Mögliche Ursachen
Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt:
- chronische Feuchtigkeit und Unhygiene
- vorausgehende Strahlfäule
- mangelnde Hufpflege
- begünstigende Hufform
Was Sie tun können
Halten Sie die Hufe trocken und sauber und vermeiden Sie matschige Böden. Konsequente Hufhygiene ist wichtig für die Behandlung.
Hufkrebs beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Hufkrebs ist als dringend einzustufen, weshalb Sie verdächtige Veränderungen am Huf nicht auf sich beruhen lassen sollten. Wenn Sie wuchernde, übelriechende Veränderungen an Strahl oder Sohle, weiches statt festes Horn oder blumenkohlartiges Gewebe bemerken, sollten Sie Tierarzt und Hufschmied hinzuziehen, um die Erkrankung frühzeitig einzuordnen und zu behandeln. Da Hufkrebs fortschreitet, verbessert eine frühe Vorstellung die Aussichten deutlich. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn plötzlich eine starke Lahmheit mit Belastungsverweigerung auftritt oder wenn das Pferd matt wirkt und ein gestörtes Allgemeinbefinden zeigt; dann verständigen Sie umgehend den Tierarzt. Achten Sie bis zum Termin auf saubere, trockene Haltung und schonen Sie den Huf. Eine konsequente, fachlich begleitete Behandlung ist wichtig, da die Erkrankung zum Wiederkehren neigt.