Was ist das?
Hautpilz beim Hund, fachlich Dermatophytose, ist eine Infektion der oberen Hautschichten und der Haare durch bestimmte Pilze. Diese Pilze ernähren sich von Keratin, dem Eiweiß, aus dem Haare und Hornhaut aufgebaut sind, und schädigen dabei Haarwurzeln und Hautoberfläche. Dadurch kommt es zu Haarausfall und zu schuppigen, oft kreisrunden kahlen Stellen, die sich langsam ausbreiten können. Die Infektion ist ansteckend und kann über direkten Kontakt oder über Pilzsporen in der Umgebung auf andere Tiere sowie auf den Menschen übergehen, weshalb sie auch hygienisch bedeutsam ist. Besonders Jungtiere und Hunde mit geschwächtem Immunsystem sind anfällig. Hautpilz ist behandelbar, kann aber hartnäckig sein und erfordert oft Geduld sowie konsequente Hygiene, bis die Infektion vollständig ausgeheilt ist.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden zeigen sich vor allem als Fell- und Hautveränderungen. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
- kreisrunde, kahle Stellen mit Schuppen oder Krusten
- brüchiges oder ausfallendes Fell, oft an Kopf, Ohren und Beinen
- gerötete oder schuppige Haut
- meist nur leichter oder gar kein Juckreiz
- langsame Ausbreitung der betroffenen Stellen
Mögliche Ursachen
Hautpilz wird durch Kontakt mit den widerstandsfähigen Pilzsporen übertragen. Mögliche Quellen sind:
- direkter Kontakt zu infizierten Tieren
- Pilzsporen in der Umgebung, etwa auf Bürsten, Decken oder im Boden
- ein geschwächtes Immunsystem, das eine Infektion begünstigt
- feuchtwarme Bedingungen, die das Pilzwachstum fördern
- enges Zusammenleben mehrerer Tiere
Was Sie tun können
Halten Sie betroffene Hunde von anderen Tieren und möglichst auch von empfindlichen Personen fern und reinigen Sie Bürsten, Decken und Liegeplätze gründlich, da die Sporen lange überleben. Vermeiden Sie es, befallene Stellen aufzuweichen oder unnötig zu berühren, und waschen Sie sich nach dem Kontakt die Hände. Da die Infektion ansteckend ist, ist eine sorgfältige Hygiene besonders wichtig.
Hautpilz beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Stellen Sie Ihren Hund tierärztlich vor, wenn Sie kahle, schuppige oder kreisrunde Stellen bemerken, die sich ausbreiten oder nicht von selbst abheilen, oder wenn weitere Tiere beziehungsweise Menschen im Haushalt ähnliche Hautveränderungen entwickeln. Da Hautpilz ansteckend ist, sollte er zügig bestimmt werden, damit gezielt behandelt und eine weitere Verbreitung eingedämmt werden kann. Ein klassischer, lebensbedrohlicher Notfall ist Hautpilz in der Regel nicht, dennoch sollten Sie nicht lange abwarten. Rascher tierärztlicher Rat ist angebracht, wenn rasch wachsende, offene und stark entzündete Hautstellen entstehen oder wenn Ihr Hund zusätzlich hohes Fieber und deutliche Abgeschlagenheit zeigt. Solche Anzeichen deuten auf eine ausgeprägtere Entzündung oder eine begleitende Infektion hin und gehören zeitnah untersucht, um den Hund zu entlasten.
