Was ist das?
Die Gelbe-Knoten-Krankheit wird durch einen aggressiven Hautpilz ausgelöst. Anders als oberflächliche Hautpilze dringt dieser Erreger tief in die Haut ein und zerstört das Gewebe, wodurch die typischen gelblichen, krustigen Knoten und offene Wunden entstehen. Er befällt vor allem Echsen und Schlangen und kann sich über den ganzen Körper ausbreiten sowie auf tiefer liegende Strukturen und innere Organe übergreifen. Die Erkrankung ist von Tier zu Tier ansteckend und wird durch Stress, ein geschwächtes Immunsystem und ungünstige Haltungsbedingungen begünstigt. Weil der Pilz hartnäckig und tief verankert ist, verläuft die Erkrankung oft schwer und ist schwer zu behandeln. Die Gelbe-Knoten-Krankheit gilt damit als ernste, fortschreitende Hauterkrankung, die den ganzen Bestand gefährden kann.
Typische Anzeichen
Anzeichen können sein:
- gelbliche, verkrustete Hautstellen
- tiefe, schlecht heilende Wunden
- veränderte oder abgestorbene Schuppen
- Häutungsprobleme an betroffenen Stellen
- Schwäche bei fortgeschrittenem Verlauf
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- Kontakt zu infizierten Tieren
- fehlende Quarantäne
- Hautverletzungen
- ungünstige Haltung und Stress
Was Sie tun können
Isolieren Sie betroffene Tiere und halten Sie strikte Hygiene mit getrennter Ausrüstung ein. Setzen Sie Neuzugänge konsequent in Quarantäne.
Gelbe-Knoten-Krankheit (CANV) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei verkrusteten, gelblichen oder sich ausbreitenden Hautveränderungen sollten Sie rasch einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen, da die Erkrankung tief greift, ansteckend und schwer zu behandeln ist. Weil sie als dringend gilt, sollten Sie mit der Abklärung nicht warten und das betroffene Tier möglichst von den anderen trennen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn sich tiefe, offene Wunden rasch ausbreiten oder wenn eine ausgeprägte Schwäche mit Futterverweigerung hinzukommt. In diesen Fällen sollten Sie unverzüglich einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie zusätzlich auf strikte Hygiene und überprüfen Sie die Haltungsbedingungen, da Stress und Fehler in der Haltung den Verlauf verschlimmern. Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser stehen die Chancen, ihre Ausbreitung auf dem Tier und im Bestand zu begrenzen.