Was ist das?
Als Gehirnerkrankung werden verschiedene Störungen zusammengefasst, die das Gehirn als zentrale Steuerzentrale des Körpers betreffen. Das Gehirn verarbeitet Sinneseindrücke, steuert Bewegungen und reguliert zahlreiche lebenswichtige Funktionen. Ist es durch eine Entzündung, erhöhten Druck, Durchblutungsstörungen oder andere Veränderungen geschädigt, können sich Verhalten, Bewegung, Wahrnehmung und Bewusstsein des Hundes verändern. Welche Beschwerden auftreten, hängt stark davon ab, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist, weshalb das Bild sehr unterschiedlich ausfallen kann. Manche Hunde zeigen Krampfanfälle, andere Wesensänderungen oder Bewegungsstörungen. Da das Gehirn so viele Aufgaben übernimmt und empfindlich auf Störungen reagiert, sind Erkrankungen dieses Organs für den Hund ernst zu nehmen und gehören stets sorgfältig untersucht. Je nachdem, welche Funktionen betroffen sind, kann eine Gehirnerkrankung den gewohnten Alltag des Tieres erheblich verändern.
Typische Anzeichen
Eine Gehirnerkrankung kann sich durch vielfältige Anzeichen äußern.
- Krampfanfälle
- verändertes Verhalten oder Wesensänderung
- Gleichgewichtsstörungen, Taumeln oder Kreislaufen
- Seh- oder Wahrnehmungsstörungen
- Benommenheit bis hin zu Bewusstseinsstörungen
Mögliche Ursachen
Erkrankungen des Gehirns können verschiedene Ursachen haben.
- Entzündungen durch Infektionen oder Immunreaktionen
- Durchblutungsstörungen
- Tumoren
- Verletzungen des Kopfes
- angeborene oder altersbedingte Veränderungen
Was Sie tun können
Sorgen Sie für eine ruhige, gepolsterte und sichere Umgebung, damit sich Ihr Hund bei Anfällen oder Taumeln nicht verletzt. Beobachten Sie genau, welche Anzeichen wann auftreten, und halten Sie diese fest. Vermeiden Sie laute Reize und plötzliche Bewegungen.
Gehirnerkrankung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Krampfanfälle, plötzliche Wesensänderungen oder auffällige Bewegungsstörungen sollten Sie tierärztlich abklären lassen, da sie auf eine Erkrankung des Gehirns hindeuten können. Weil solche Beschwerden als dringend gelten, ist eine zeitnahe Untersuchung wichtig, um die Ursache einzugrenzen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn ein Krampfanfall länger als etwa fünf Minuten dauert oder mehrere Anfälle in Serie auftreten, denn dann ist rasche Hilfe entscheidend. Ebenso erfordern eine zunehmende Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit sowie ein rascher Verfall des Allgemeinzustands sofortiges Handeln. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. Bei weniger dramatischen, aber anhaltenden Auffälligkeiten hilft eine frühe Vorstellung, die richtige Einordnung und Betreuung Ihres Hundes zu finden.