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Geburtsstörung bei Nagetieren

auch: Dystokie · Geburtskomplikation · schwere Geburt

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Eine Geburtsstörung (Dystokie) liegt vor, wenn die Geburt nicht normal verläuft, etwa weil ein Junges zu groß ist, falsch liegt oder die Wehen zu schwach sind. Beim Meerschweinchen verwächst der Beckenring bei spät erstgebärenden Weibchen zudem, sodass die Jungen nicht durchpassen. Eine stockende Geburt ist ein Notfall, weil die Jungen ersticken und das Muttertier durch Erschöpfung oder Infektion lebensbedrohlich erkranken kann.

Typische Anzeichen

Eine Geburtsstörung erkennt man am gestörten Geburtsverlauf:

  • Langes, erfolgloses Pressen ohne dass ein Junges kommt
  • Eine über Stunden nicht voranschreitende Geburt
  • Blutiger oder grünlich-brauner Ausfluss ohne Geburt
  • Erschöpfung, Apathie und Schmerzen des Muttertiers

Mögliche Ursachen

Ursachen liegen bei Mutter oder Jungen:

  • Zu große oder falsch liegende Junge
  • Wehenschwäche oder Erschöpfung
  • Ein verwachsener Beckenring bei spät erstgebärenden Meerschweinchen
  • Übergewicht oder allgemeine Schwäche der Mutter

Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ruhige, warme Umgebung und stören Sie das Muttertier nicht unnötig. Greifen Sie nicht selbst ein, sondern holen Sie bei Stillstand rasch Hilfe.

Wann zum Tierarzt

Eine stockende Geburt ist ein Notfall. Presst das Tier lange erfolglos oder zeigt es Ausfluss ohne Geburt, müssen Sie sofort tierärztliche Hilfe suchen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.