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Geburtsstörung bei Nagetieren: Anzeichen erkennen und richtig handeln

auch: Dystokie · Geburtskomplikation · schwere Geburt

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Eine Geburtsstörung (Dystokie) liegt vor, wenn die Geburt bei einem Nagetier nicht normal verläuft, etwa weil ein Junges zu groß ist, falsch im Geburtskanal liegt oder die Wehen zu schwach sind. Beim Meerschweinchen kommt eine Besonderheit hinzu: Bei Weibchen, die erst spät zum ersten Mal werfen, verwächst der knöcherne Beckenring, sodass die Jungen nicht mehr hindurchpassen. Eine stockende Geburt ist ein Notfall, weil die Jungen im Geburtskanal ersticken können und das Muttertier durch Erschöpfung, Blutungen oder eine Infektion selbst lebensbedrohlich erkranken kann. Weil bei einer Geburt sowohl das Muttertier als auch die Jungen gefährdet sind und sich die Lage rasch zuspitzt, zählt jede Verzögerung, sobald eine Geburt nicht ordnungsgemäß vorangeht.

Typische Anzeichen

Eine Geburtsstörung erkennt man am gestörten Geburtsverlauf:

  • Langes, erfolgloses Pressen ohne dass ein Junges kommt
  • Eine über Stunden nicht voranschreitende Geburt
  • Blutiger oder grünlich-brauner Ausfluss ohne Geburt
  • Erschöpfung, Apathie und Schmerzen des Muttertiers

Mögliche Ursachen

Ursachen liegen bei Mutter oder Jungen:

  • Zu große oder falsch liegende Junge
  • Wehenschwäche oder Erschöpfung
  • Ein verwachsener Beckenring bei spät erstgebärenden Meerschweinchen
  • Übergewicht oder allgemeine Schwäche der Mutter

Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ruhige, warme Umgebung und stören Sie das Muttertier nicht unnötig. Greifen Sie nicht selbst ein, sondern holen Sie bei Stillstand rasch Hilfe.

Geburtsstörung bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine stockende Geburt ist ein Notfall, der keinen Aufschub duldet. Presst das Muttertier über längere Zeit erfolglos, ohne dass ein Junges geboren wird, zeigt es Ausfluss ohne folgende Geburt oder wirkt es zwischen den Wehen zunehmend erschöpft und teilnahmslos, müssen Sie sofort tierärztliche Hilfe suchen. Warten Sie keinesfalls ab, ob die Geburt doch noch von allein vorangeht, denn mit jeder Stunde steigt die Gefahr für Mutter und Junge. Ein sofortiger Notfall liegt ebenso vor, wenn dunkler oder blutiger Ausfluss auftritt, das Tier zusammenbricht oder sichtbar unter Schmerzen leidet. Suchen Sie in all diesen Fällen umgehend einen Tierarzt auf, notfalls über einen tierärztlichen Notdienst, da sowohl das Muttertier als auch die Jungen in akuter Lebensgefahr schweben.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.