Was ist das?
Eine Gebärmutterentzündung, fachlich Pyometra, ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutter bei weiblichen Exoten. Dabei sammelt sich in der Gebärmutter Eiter an, während die Schleimhaut entzündet und stark verändert ist. Häufig steht die Erkrankung mit hormonellen Veränderungen im Zusammenhang und tritt bevorzugt bei älteren, unkastrierten Tieren auf. Der angesammelte Eiter kann Giftstoffe freisetzen, die über den Körper aufgenommen werden und das Tier von innen vergiften. Anzeichen können vermehrtes Trinken, ein aufgetriebener Bauch, Ausfluss aus der Scheide sowie zunehmende Schwäche sein, doch die Symptome sind nicht immer eindeutig. In manchen Fällen bleibt der Eiter in der Gebärmutter eingeschlossen, sodass äußerlich kaum etwas zu sehen ist. Eine Pyometra ist eine ernste, oft rasch fortschreitende Erkrankung, die das Leben des Tieres innerhalb kurzer Zeit bedrohen kann.
Typische Anzeichen
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- eitriger oder blutiger Ausfluss
- vergrößerter Bauch
- Appetitlosigkeit
- vermehrtes Trinken
- Schwäche und Apathie
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- hormonelle Veränderungen
- bakterielle Infektionen
- Alter und Zyklusstörungen
- unkastrierte Tiere
Was Sie tun können
Beobachten Sie das Allgemeinbefinden und achten Sie auf Ausfluss. Vermeiden Sie Stress für das erkrankte Tier.
Gebärmutterentzündung bei Exoten (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Gebärmutterentzündung ist ein Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine auf Exoten eingestellte Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor, weil der angesammelte Eiter das Tier innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich vergiften kann. Warten Sie nicht ab, sobald bei einem weiblichen, unkastrierten Tier Warnzeichen wie eitriger oder blutiger Ausfluss aus der Scheide, ein aufgetriebener Bauch, auffällig vermehrtes Trinken, Futterverweigerung oder zunehmende Schwäche auftreten. Da die Erkrankung nicht immer eindeutige Anzeichen zeigt, sollte auch jeder unklare, deutliche Krankheitszustand bei einer älteren, unkastrierten Fähe sofort vorgestellt werden. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Aussichten für das Tier. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist; ist niemand erreichbar, fahren Sie dennoch ohne weiteres Zuwarten los.