Was ist das?
Die Magenentzündung, medizinisch Gastritis, ist eine Entzündung der Magenschleimhaut bei Reptilien. Diese Schleimhaut kleidet den Magen aus und schützt ihn vor der eigenen aggressiven Verdauungssäure. Wird sie gereizt oder geschädigt, kann sie diese Schutzfunktion nicht mehr erfüllen, und es entstehen Übelkeit, Erbrechen sowie Appetitverlust. Bei Reptilien sind häufige Auslöser Parasiten wie Kryptosporidien, verschluckte Fremdkörper, verdorbenes Futter oder eine zu kühle Haltung, in der die Nahrung im Magen nicht richtig verdaut wird und stattdessen gärt. Das entstehende Gärgas und die Reizstoffe verstärken die Entzündung zusätzlich. Bleibt eine Gastritis bestehen, verweigert das Tier zunehmend das Futter und magert ab, weshalb die zugrunde liegende Ursache stets abgeklärt werden sollte.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Magenentzündung sind:
- Erbrechen, oft mit unverdautem Futter
- Appetitlosigkeit
- Teilnahmslosigkeit
- allmähliche Abmagerung
- Schwäche
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- Parasitenbefall wie Kryptosporidien
- verschluckte Fremdkörper
- verdorbenes oder ungeeignetes Futter
- zu niedrige Temperaturen mit gestörter Verdauung
Was Sie tun können
Überprüfen Sie die Temperaturen und die Futterqualität, da viele Ursachen in der Haltung und Fütterung liegen. Bieten Sie nur frisches, artgerechtes Futter an.
Magenentzündung (Gastritis) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Magenentzündung ist dringend abzuklären, da ernste Ursachen wie Parasiten oder Fremdkörper dahinterstecken können. Zeigt Ihr Reptil wiederholtes Erbrechen zusammen mit Appetitlosigkeit, sollten Sie das Tier tierärztlich untersuchen lassen, um die Ursache einzugrenzen. Prüfen Sie zugleich die Haltungstemperatur, da eine zu kühle Umgebung die Verdauung stört und eine Gastritis begünstigt. Beobachten Sie, ob das Erbrechen häufiger wird, das Tier weiter abmagert oder matter wirkt. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei anhaltendem, wiederholtem Erbrechen, bei vollständiger Futterverweigerung über längere Zeit oder bei ausgeprägter Schwäche und Teilnahmslosigkeit. In diesen Fällen sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie außerdem auf Anzeichen von Austrocknung wie eingesunkene Augen.