Was ist das?
Bei einer Verhornungsstörung, fachlich Hyperkeratose, bildet die Haut übermäßig viel Hornsubstanz, sodass sich verdickte, schuppige oder borkige Stellen bilden. Normalerweise wird die oberste Hautschicht ständig erneuert und in feinen Schuppen unbemerkt abgestoßen. Ist dieser Vorgang gestört, sammelt sich das Hornmaterial an und lagert sich zu rauen, harten Krusten zusammen. Solche Veränderungen zeigen sich häufig an Ohren, Pfoten oder am Körper. Eine Verhornungsstörung ist selten eine eigenständige Erkrankung, sondern meist Folge von Mangelernährung, fortgeschrittenem Alter, hormonellen Störungen oder einer anderen Hauterkrankung. Deshalb lohnt es sich, nicht nur die sichtbaren Schuppen zu betrachten, sondern nach der eigentlichen Ursache zu suchen, um dem Tier dauerhaft zu helfen.
Typische Anzeichen
Eine Verhornungsstörung zeigt sich an der Hautoberfläche:
- Verdickte, schuppige oder borkige Hautstellen
- Trockene, raue Haut
- Stellenweiser Haarausfall
- Gelegentlich Risse in der verhornten Haut
Mögliche Ursachen
Ursachen liegen oft in Versorgung und Stoffwechsel:
- Mangel an bestimmten Vitaminen, Fettsäuren oder Spurenelementen
- Hohes Alter mit nachlassender Hautregeneration
- Hormonelle Störungen
- Folge chronischer Hauterkrankungen
Was Sie tun können
Überprüfen Sie die Fütterung auf eine ausgewogene Versorgung und halten Sie die Haut sauber. Entfernen Sie die Schuppen nicht gewaltsam, um die Haut nicht zu verletzen.
Verhornungsstörung der Haut bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kleine, unveränderte schuppige Stellen können Sie zunächst beobachten und die Fütterung sowie die Haltung überprüfen, da Verhornungsstörungen oft mit Mangelernährung oder Alter zusammenhängen. Ein Tierarzt sollte die Ursache jedoch abklären, wenn sich die verhornten Stellen ausbreiten, dicker werden, einreißen oder bluten, oder wenn sie das Tier sichtbar stören. Auch wenn weitere Beschwerden hinzukommen, etwa Juckreiz, Haarausfall, Gewichtsverlust oder ein verändertes Allgemeinbefinden, ist eine Untersuchung sinnvoll, weil dann eine hormonelle oder innere Erkrankung dahinterstecken kann. Ein akuter Notfall ist die Verhornungsstörung in aller Regel nicht. Verschlechtert sich Ihr Tier jedoch deutlich, frisst nicht mehr oder wirkt teilnahmslos, sollten Sie es nicht länger beobachten, sondern zeitnah vorstellen.