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Lebererkrankung beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Eine Lebererkrankung beim Pferd ist eine Schädigung der Leber, die als zentrales Stoffwechselorgan zahlreiche lebenswichtige Aufgaben übernimmt. Die Leber baut Nährstoffe um, speichert Energie, bildet wichtige Eiweiße und entgiftet das Blut von schädlichen Substanzen. Ist ihre Funktion gestört, können sich Giftstoffe im Körper ansammeln, und der Stoffwechsel gerät aus dem Gleichgewicht. Sichtbar wird das oft an gelblich verfärbten Schleimhäuten, an Gewichtsverlust und an einem nachlassenden Allgemeinbefinden. Auslöser können Giftpflanzen, Infektionen, Futterbelastungen oder Störungen des Gallenabflusses sein. Da die Leber viel Reserve besitzt, zeigen sich Beschwerden häufig erst spät. Ihre Bedeutung liegt darin, dass eine fortschreitende Leberschädigung den gesamten Organismus belastet und in schweren Fällen auch das Gehirn beeinträchtigen kann.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung zeigt sich vielfältig:

  • gelbliche Schleimhäute
  • Gewichtsverlust und Fressunlust
  • Mattigkeit
  • gelegentlich Verhaltensänderungen

Mögliche Ursachen

Verschiedene Faktoren kommen infrage:

  • giftige Pflanzen wie Jakobskreuzkraut
  • Schimmelpilzgifte im Futter
  • Infektionen
  • Stoffwechselstörungen

Was Sie tun können

Vermeiden Sie giftige Pflanzen auf der Weide und verfüttern Sie nur einwandfreies Futter. Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten und Fressverhalten.

Lebererkrankung beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Da eine Lebererkrankung als dringend gilt, sollten Sie den Tierarzt hinzuziehen, wenn Ihr Pferd gelblich verfärbte Schleimhäute zusammen mit Gewichtsverlust und Mattigkeit zeigt. Auch nachlassender Appetit, stumpfes Fell, verändertes Verhalten oder eine allgemeine Leistungsschwäche sind Gründe, die Leberwerte im Blut überprüfen zu lassen. Weil sich Leberschäden oft schleichend entwickeln, ist eine frühe Abklärung wichtig, um die Belastung durch mögliche Auslöser zu verringern. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Pferd auffälliges Verhalten wie Kopfdrücken gegen Wände oder zielloses Im-Kreis-Laufen zeigt, festliegt, benommen wirkt oder das Futter vollständig verweigert und dabei Kolikanzeichen hat. Solche Zeichen deuten auf eine schwere Beeinträchtigung des Gehirns durch Giftstoffe hin. Rufen Sie dann umgehend den Tierarzt.

Wann wird es zum Notfall?
  • Auffälliges Verhalten wie Kopfdrücken oder Kreislaufen
  • Festliegen oder Bewusstseinstrübung
  • Vollständige Futterverweigerung mit Kolikanzeichen
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.