Was ist das?
Durchfall beim Sugar Glider, medizinisch Diarrhö genannt, ist ein häufiger und dünnflüssiger Kotabsatz, der bei diesen kleinen Tieren als ernstes Symptom gilt. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße verlieren Sugar Glider bei Durchfall sehr schnell Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe und können dadurch rasch austrocknen. Ausgelöst wird Durchfall häufig durch Fütterungsfehler, etwa ungeeignetes, zu einseitiges oder verdorbenes Futter, aber auch durch Infektionen oder Parasiten. Für das Tier bedeutet anhaltender Durchfall eine erhebliche Schwächung, da ihm Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe entzogen werden und zugleich der Kreislauf belastet wird. Weil sich der Zustand bei so kleinen Tieren innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern kann, ist Durchfall beim Sugar Glider stets aufmerksam zu beobachten und ernst zu nehmen.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen können auftreten:
- weicher, breiiger bis wässriger Kot
- verschmutzter Genitalbereich
- Schwäche und Trägheit
- Appetitlosigkeit
- Austrocknung
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- ungeeignete oder verdorbene Nahrung
- plötzliche Futterumstellung
- Parasiten oder Infektionen
- Stress
Was Sie tun können
Bieten Sie geeignetes Futter und ausreichend Flüssigkeit an. Halten Sie das Gehege sauber und stressfrei.
Durchfall beim Sugar Glider (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Durchfall sollten Sie den Sugar Glider genau beobachten und eine Praxis aufsuchen, wenn der Durchfall anhält, das Tier schwächer wird oder weniger frisst und trinkt. Da die kleinen Tiere sehr schnell austrocknen, ist eine frühzeitige Abklärung besonders wichtig. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Sugar Glider zunehmend schwach oder teilnahmslos wird, wenn er Anzeichen starker Austrocknung zeigt oder wenn der Durchfall anhält und mit einer Futterverweigerung einhergeht. In diesen Fällen ist umgehende tierärztliche Hilfe nötig, denn dann besteht Lebensgefahr. Warten Sie bei einem so kleinen Tier nicht lange ab und geben Sie keine Mittel auf eigene Faust. Über eine tierärztliche Untersuchung, häufig einschließlich einer Kotprobe, lässt sich die Ursache klären und gezielt behandeln.